Vorwürfe von Menschenrechtlern
Venezuelas Polizei soll Demonstranten mit Folter drohen

In Venezuela kehrt keine Ruhe ein, die Sicherheitskräfte sollen dabei hart gegen Demonstranten vorgehen. Menschenrechtler erheben nun Foltervorwürfe gegen die Polizei. Frauen soll mit Vergewaltigung gedroht worden sein.
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CaracasDie venezolanische Menschenrechtsorganisation Foro Penal hat seit Beginn der jüngsten Protestwelle über 70 Foltervorwürfe gegen die Sicherheitskräfte dokumentiert. „Wir wissen von Schlägen und Schüssen mit Schrotmunition aus nächster Nähe“, sagte der Vorsitzende der Gruppe, Alfredo Romero, am Mittwoch. „Studenten wurden festgenommen und bekamen zwei Tage kein Wasser. Frauen wurde mit Vergewaltigung gedroht.“

Bei den Demonstrationen seien seit Mitte Februar rund 2500 Menschen vorübergehend festgenommen worden. In den meisten Fällen habe es keinen Grund für die Festnahme gegeben. Auch nach ihrer Freilassung müssten sich viele regelmäßig bei der Polizei melden und dürften das Land nicht verlassen, sagte Romero. 123 Menschen seien weiterhin in Haft.

Anhänger der Opposition protestieren fast täglich wegen der schlechten Wirtschaftslage und der hohen Kriminalität in Venezuela. Bei Auseinandersetzungen zwischen Oppositionellen, Regierungsanhängern und Sicherheitskräften kamen bislang 41 Menschen ums Leben, über 600 weitere wurden verletzt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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