Wachsendes Anlagegeschäft
Großbanken werben um reiche Kunden am Persischen Golf

Die internationalen Finanzhäuser forcieren ihr Geschäft mit reichen Privatanlegern am Persischen Golf. Institute wie Citibank oder UBS sind schon stark engagiert, die Deutsche Bank baut ihr Engagement aus.

HB FRANKFURT/M. „Wir denken, der Ölpreis wird hoch bleiben, das liefert genug Liquidität für ein weiter wachsendes Anlagegeschäft“, argumentiert beispielsweise Heinrich Baer, der bei UBS das über 30 Mrd. Euro große Segment Vermögende Privatkunden im Mittleren und Nahen Osten verantwortet.

Verlässliche Zahlen über das Geschäftsvolumen in der Region sind kaum verfügbar. Die Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group schätzt das Vermögen der Privatanleger im Nahen Osten und Afrika auf 2 400 Mrd. Dollar. Sie erwartet einen Anstieg auf 3 100 Mrd. Dollar im Jahr 2009. A. Rahman Al-Baker, bei der Finanzaufsicht in Bahrain (BMA) zuständig für Finanzinstitutionen, nennt für den engeren Bereich Golf-Anrainerstataten 800 Mrd. bis 900 Mrd. Dollar, wobei diese Zahlen allerdings zwei Jahre alt sind.

Ein steigender Teil des Geschäftes wird über Staaten abgewickelt, die sich dort als Finanzzentren etablieren. UBS-Mann Baer bezeichnet die „politischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Öffnungsprozesse“ als Motoren des Aufschwunges. Es geht um die Zulassung ausländischer Investoren und die Einführung internationaler Rechtsstandards. In der Region ist Bahrain eine Drehscheibe. „Alle großen globalen Finanzadressen sind präsent und steuern von hier aus ihre Aktivitäten“, sagt BMA-Gouverneur Rasheed Mohammed Al Maraj. Die Zahl der registrierten Finanzhäuser stieg in fünf Jahren von 290 auf 365.

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