Wählerbefragung

Hollande vorne - Sarkozy hinten

François Hollande liegt bei der entscheidenden Runde der französischen Präsidentschaftswahlen sehr gut im Rennen. Laut ersten Wählerbefragungen wenden sich die Franzosen von Amtsinhaber Nicolas Sarkozy ab.
Update: 06.05.2012 - 18:30 Uhr 9 Kommentare
Der Sozialist Francois Hollande und seine Partnerin Valerie Trierweiler. Quelle: dapd

Der Sozialist Francois Hollande und seine Partnerin Valerie Trierweiler.

(Foto: dapd)

ParisAlle Signale stehen auf Machtwechsel im Élysée: Der Sozialist François Hollande hat bei der französischen Präsidentschaftswahl klar die Nase vor dem konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy. In Erhebungen von vier großen Instituten, über die belgische und Schweizer Medien am späten Nachmittag berichteten, lag Hollande bei 52,5 bis 53,5 Prozent und damit fünf bis sieben Punkte in Führung.

Bestätigt sich die Tendenz, wird Holland nach François Mitterrand der zweite sozialistische Präsident der Fünften Republik. Er würde das höchste Staatsamt nach 17 Jahren von den Gaullisten zurückerobern.

Damit käme es in Frankreich zu einem Richtungswechsel, der auch für Deutschland und Europa bedeutsam ist. Hollande will den Reformkurs bremsen und setzt ganz auf Wachstum. Noch am Sonntagabend wollte er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonieren. "Wir haben den Wunsch, so schnell wie möglich gemeinsam zu sprechen", sagte sein Sonderberater Jean-Marc Ayrault am Nachmittag der Nachrichtenagentur dapd. "Die Reorientierung in Richtung Wachstum, in Richtung Wettbewerbsfähigkeit und Protektion ist der Schlüssel zur Sanierung Europas", zitierte ihn die Zeitung "Le Figaro" auf ihren Internetseiten.

Die Wahllokale schließen in den französischen Metropolen erst um 20.00 Uhr, erst dann werden im Nachbarland die ersten Hochrechnungen veröffentlicht. Aber in zahlreichen Überseegebieten, wo schon am Samstag abgestimmt worden war, setzte sich der Sozialist klar durch. Nach einer Meldung des belgischen Rundfunks RTBF gewann er in Saint-Pierre und Miquelon mit 65 zu 35 Prozent, auf Martinique mit 68 zu 32, auf Guadeloupe mit 72 zu 28, in Französisch-Guyana mit 62 zu 38 und auf Saint Martin mit 51,5 zu 48,5 Prozent. Nur auf Saint-Barthélémy lag er mit 17 zu 83 Prozent klar hinter Sarkozy.

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9 Kommentare zu "Wählerbefragung: Hollande vorne - Sarkozy hinten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sie meinen wohl Euro-Bondage und die totale Ausplunderung Europas und Deutschlands. Und wer profitiert?

    Fragen Sie doch einmal Herrn Soros und seine Finanzoligarchenfreunde, die (ausgerechnet) die dummen Linken (!) damit beschwatzen. Aber Sozialisten und Bankster haben ja gemeinsam, dass sie nur das Geld anderer ausgeben und einnehmen konnen, aber nichts wirtschaften konnen.

  • Die Schuldenkrise wird nicht durch mehr Schulden gelost, sondern durch Konsumverzicht, Sparen, Mehrarbeit und Mehrproduktion!

  • Ganz genau! Deutschland muss sich selbst retten. Wer noch einigermasses schwimmen kann, muss sich jetzt freischwimmen, sonst wird es von den Ertrinkenden egosistisch mitheruntergezogen.

  • Sozialisten wissen nur eines vom Gelde: wie man das Geld anderer ausgibt! In Holland und Finnland weiss man, dass nun auch Frankreich das Geld der enderen will, nur die Deutschen tun so, als ob alles prima ist.

    Frankreich wird Deutschland in den finanziellen Abgrund und in den politischen Moloch der EUdSSR hinunterziehen, wenn Deutschland nicht endlich den Mut fasst, den Fehler Euro, EUdSSR und ESM zu beenden und sich mit einer neuen Deutschen-/Nordmark freizuschwimmen, der dann die anderen soliden Wirtschaften wie Osterreich, Skandinavien, die Niederlande und vielleicht die Schweiz beitreten wurden.

    Weg mit dem Euro, dem ESM und der EUdSSR und wieder hin zu einem Europa der Nationen und Vaterlander, die eigenverantwortlich wirtschaften und sich regieren konnen.

  • Egal, was in Kiel passiert, sollte François Hollande die Präsidentschaftswahl gewinnen, steht eine Verabredung der Kanzlerin für den Abend bereits fest.
    Der Sozialist wird im Falle seines Sieges Angela Merkel noch heute treffen, sagte der enge Hollande-Vertraute Jean-Marc Ayrault, nachdem er seine Stimme abgegeben hatte. Er ist der Fraktionschef der Sozialisten und der mögliche nächste Premierminister Frankreichs. Sein Wort hat also Gewicht.

    Hollande hatte im Wahlkampf Berlins Sparkurs hart kritisiert. Wird er Präsident, muss sich Merkel mit ihm zusammenraufen


    In Frankreich dürfen Hochrechnungen erst um 20 Uhr veröffentlicht werden, weil bis dahin noch die Wahlbüros in Paris geöffnet haben. Die Hochrechnungen könnten sonst die Franzosen bei ihrer Wahl beeinflussen. Ausländische Medien halten sich jedoch nicht an das Verbot. Erste Zahlen sehen François Hollande bei 52,5 bis 53 Prozent, Amtsinhaber Nicolas Sarkozy bei 47 bis 47,5 Prozent.



    Live Ticker: Der Spiegel

  • Europa bekommt jetzt eine neue Chance.
    Befreit von der teuflischen Merkozy Allianz, wird hoffentlich jetzt eine Politik im allgemeinen Interesse Europas geführt werden können.
    Noch ist nicht alles verloren!
    Europa hat noch eine Chance wenn wir das Diktat der Merkozy brechen.

  • Ein guter Tag für Europa um die Merkel auf Spur zu bringen!

  • ... wahrscheinlich erst mit der nächsten. Richtig wählen sollten sie dann schon dürfen. Von selbst tritt dieses Chaos-Trio natürlich nicht zurück, notfalls in einer Verlängerung, der in der Schublade befindlichen Gesetze.

  • Jetzt wird es höchste Zeit, daß sich D aus dem Verein verabschiedet. Aber mit welcher Regierung?

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