Wählerfrust über Parteien
Die Gewinnerin der Sex-Affäre sitzt rechts

Dominique Strauss-Kahn schadet sich und seiner Partei. Ob Präsident Nicolas Sarkozy davon profitiert, ist jedoch fraglich. Die wahre Gewinnerin dürfte Marine Le Pen sein. Ein Kommentar von Holger Alich .
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ParisDie Verhaftung des sozialistischen Spitzenpolitikers Dominique Strauss-Kahn könnte eine Art Game Changer im Rennen um das Amt Frankreichs Staatspräsident werden. Angesichts der Perspektive eines peinlichen Strafprozesses, der sich über Wochen hinzuziehen droht, scheint eine Kandidatur von DSK im partei-internen Rennen um die Präsidentschaftskandidatur sehr unwahrscheinlich zu werden. Gewinner dieses Skandals droht indes nicht der jetzige Amtsinhaber Nicolas Sarkozy zu werden – sondern die rechtsextreme Marine Le Pen.

Mit Strauss-Kahn droht die sozialistische Partei (PS) ihren bisher aussichtsreichsten Kandidaten im Rennen um den Elysée-Palast zu verlieren. Trotz der jüngsten Polemik um seinen Lebensstil lag Strauss-Kahn in allen Umfragen weiter vorn. Es fehlt der PS sicher nicht an Kandidaten - ganz im Gegenteil. Doch weder Partei-Chefin Martin Aubry, noch Ex-Partei-Chef Francois Hollande und schon gar nicht die 2007 gescheiterte Kandidatin Ségolène Royal sahen die Demoskopen regelmäßig vor Amtsinhaber Nicolas Sarkozy.

Dabei verharrt der Präsident trotz der jüngsten positiven Nachrichten vom Arbeitsmarkt oder zum Wirtschaftswachstum im Umfragekeller. Und das nähert die Zweifel, dass er der große Gewinner der Affäre sein wird. Viele Beobachter meinen, dass die Franzosen von Sarkozy als Person einfach genug haben. Nach vier Jahren „Hyper-Präsidentschaft“ hat sich sein umtriebiges Wesen, seine Unstetigkeit und seine Aggressivität in eine echtes Handicap verwandelt.

Und nun wird der aussichtsreiche Gegenkandidat in eine peinliche Sexaffäre verwickelt. Auch bei dieser Affäre steht die Person des Betroffenen im Vordergrund. Es besteht die reale Gefahr, dass die rechtsextreme Marine Le Pen dadurch weiteren Aufwind erhält. „Die da oben sind doch alle gleich verdorben“; sagt Frau Le Pen. Und solche Slogans drohen nun erst recht auf fruchtbaren Boden zu fallen.

Schon am 21. April 2002 haben die Franzosen gezeigt, dass sie ihrer politischen Klasse bei den Präsidentschaftswahlen einen Denkzettel ausstellen können. Damals zog Marines Vater, Jean-Marie Le Pen, in die Stichwahl um das Präsidentenamt ein.

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  • Zitat:"Die Polizei schilderte nach Angaben des US-Senders CNN den Fall so: Das Zimmermädchen habe am Samstag gegen 13.00 Uhr Ortszeit die für 3000 Dollar pro Nacht vermietete Luxussuite betreten - ohne zu wissen, dass sich dort jemand aufhielt. In diesem Moment sei Strauss-Kahn nackt aus dem Badezimmer gekommen, auf sie zugerannt und habe sie ins Schlafzimmer gezerrt. Dort habe er begonnen, sie zu attackieren.

    Es sei ihr jedoch zunächst gelungen, ihn abzuwehren und wegzulaufen, sagte die 32-Jährige laut CNN der Polizei. Doch im Badezimmer habe Strauss-Kahn die Frau wieder erwischt und versucht, ihr die Unterhose herunterzureißen. Zudem soll er versucht haben, sie zu Oralsex zu zwingen. Es sei ihr aber gelungen, aus der Suite zu entkommen und zur Rezeption zu rennen. Die Frau wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht."

    Sie die Typen, die die Fehlkonstruktion "Euro" retten wollen (aus welchen Gründen auch immer), um 13 Uhr immer noch NACKT im Badezimmer?

    Sonst nichts zu tun? Oder war es eine lange Nacht mit ein paar Nutten?

  • Erstaunlich, daß alles, was nicht ganz weit Links(extrem) angesiedelt ist, sofort in die rechtsextreme Ecke (=Nazi) verfrachtet wird. Wenn Sie das in Ihrem Artikel doch bloß noch etwas häufiger wiederholt hätten, damit es auch der letzte Unbelehrbare begreift. Wird Zeit, daß Europa aus dem links/grün-faschistischen Eck wieder rauskommt und die Leute aufwachen.

  • Dass Sarkozy davon nicht profitiert, ist klar. Der benimmt sich mittlerweile mehr und mehr wie ein kleiner Napoleon und merkt dabei nicht mal, dass er zunehmend unsympatischer wird in seinem Machtwahn.
    Ich mußte doch schmunzeln als ich die Nachricht von Straß-Kahn vorhin hörte.
    Unsere geistigen Eliten sind auch nicht mehr das, was sie früher mal waren.
    Ein Gentleman-Verhalten ist so was jedenfalls nicht.
    Im Gegenteil, das ist mehr als plump und eigentlich erwarte ich das von einem Hochgebildeten nicht
    Wenn er schon solche Bedürfnisse hat, soll er das im Geheimen tun und sich nicht erwischen lassen.

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