Währungen
Frankreich hält Chinas Yuan für unterbewertet

Der Yuan kann mehr, findet der französische Außenminister Alain Juppé. Das Boomland müsse an seiner Währungsstabilität arbeiten, deutete er an. China hat derzeit mit einer hohen Inflation zu kämpfen.
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CanberraDer französische Außenminister Alain Juppé will bei seinem bevorstehenden Besuch in China die Währungspolitik des Landes ansprechen. „Wir glauben, dass der Yuan gegenwärtig unterbewertet ist“, sagte Juppé am Sonntag während eines Besuchs in der australischen Hauptstadt Canberra. Frankreich habe das Ziel, dass China seine Position in einer ganzen Reihe von Bereichen weiterentwickle, „insbesondere, was die Währung angeht“, sagte Juppé vor Journalisten.

Der chinesische Yuan leidet derzeit unter einer starken Inflation, die im August auf rund 6,5 Prozent beziffert wurde. Die Lage ist jedoch noch längst nicht kritisch. Auch mit 6,5 Prozent Inflation kann China objektiv gesehen leben. Die Wirtschaft wächst weiterhin rund zehn Prozent im Jahr, und die Einkommen halten mit der Teuerung mit. Während die Wanderarbeiter in den Industriebetrieben sich vor zwei Jahren noch mit rund 100 Euro im Monat zufrieden gaben, erhalten sie heute oft zwischen 200 und 300 Euro. Auch die Einkommen der selbstbewussten Mittelklasse in den Städten haben stark angezogen. Die Chinesen zeigen sich jedoch trotzdem sehr unzufrieden – sie hatten gehofft, das Geld ohne Abstriche für einen höheren Lebensstandard nutzen zu können.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Finn-Robert Mayer-Kuckuk
Finn Mayer-Kuckuk
Handelsblatt / Korrespondent Peking

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  • Wenn ein Politiker etwas sagt, muß man vom Gegenteil ausgehen. Die überalterten chinesischen Druckmaschinen verfügen über keinen Ausschalter.

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