Währungsfonds
Bundesbank beendet Widerstand gegen IWF-Aufstockung

Die Bundesbank will sich nicht länger gegen die Aufstockung des Internationalen Währungsfonds in Höhe von 430 Milliarden Dollar stellen. Jetzt soll sich der Haushaltsausschuss des Bundestages mit dem Thema befassen.
  • 13

BerlinAn der Bundesbank wird die Aufstockung des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 430 Milliarden Dollar nicht scheitern. Die Notenbank werde es akzeptieren, wenn sich allein der Haushaltsausschuss mit dem  Thema befasst. "Wie und in welchem Gremium er das Thema behandelt, ist eine Frage, die der Bundestag entscheidet", sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret dem Handelsblatt.

Die Bundesbank hatte zu Jahresbeginn eine Bundestags-Zustimmung zum deutschen Anteil an der geplanten IWF-Aufstockung gefordert, die der Bundestag unter Verweis auf die Unabhängigkeit der Bundesbank zunächst verweigert hatte.

Inzwischen ist der Haushaltsausschuss aber bereit, sich über das Vorhaben informieren zu lassen und es "zustimmend zur Kenntnis zu nehmen". Bis zuletzt war jedoch unklar, ob die Bundesbank auf einem Beschluss des Plenums beharren würde. Der deutsche Anteil an den neuen IWF-Mitteln beträgt 41,5 Milliarden Euro an bilateralen Kreditlinien, die die Bundesbank bereitstellt.

Auf der IWF-Tagung in Washington sah die Bundesbank auch ihre anderen Bedingungen für ihre Zustimmung erfüllt. "Für die Bundesbank war es von Anfang an wichtig, dass eine neue bilaterale Kreditlinie Teil eines breit angelegten internationalen Beitrags ist und im Rahmen der allgemeinen Geschäftspolitik allen Mitgliedsländern des IWF bei Bedarf zur Verfügung steht", sagte Dombret.  "Die jetzt erzielte Einigung trägt diesen Aspekten Rechnung und muss jetzt - in ähnlicher Weise wie die frühere Kreditlinie von 2009 – in einen bilateralen Vertrag umgesetzt werden", so das Vorstandsmitglied der Notenbank.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Währungsfonds: Bundesbank beendet Widerstand gegen IWF-Aufstockung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Kann mich nur noch anschließen.
    Danke

  • Danke für den Link @Pssst jede weitere Analyse erspart sich und Deutschland schafft sich ab, ende Banane. Eurobonds über alles.

  • aber nicht weitersagen


    http://www.youtube.com/watch?v=2IRnDOtu1z8&feature=player_embedded

    http://www.youtube.com/watch?v=5qqGisr9m0w&feature=related

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%