Währungsfonds
IWF-Chefin entschuldigt sich für Griechenland-Schelte

Ihr Mitleid mit Griechen, die unter Sparmaßnahmen leiden, halte sich in Grenzen, hatte IWF-Chefin Lagarde in einem Interview gesagt. Dafür hat sie sich jetzt offiziell entschuldigt.
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Eine Woche nach ihren umstrittenen Aussagen über Griechenland in einer britischen Zeitung hat sich IWF-Chefin Christine Lagarde bei den Griechen entschuldigt. Lagarde bedauere, dass ihre Äußerung missverstanden worden sei und Ärger hervorgerufen hätten, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice am Donnerstag. Lagarde hatte der Zeitung "The Guardian" gesagt, sie habe mehr Mitleid mit armen afrikanischen Kindern, als mit den Griechen, die unter den Sparmaßnahmen im Land litten.

Bei einer Stellungnahme vor dem IWF-Direktorium habe Lagarde erklärt, sie "bedauere, dass ihre Aussagen missverstanden wurden und zu Verärgerung geführt haben", sagte Rice. Der IWF habe "großen Respekt vor Griechenland und seiner Bevölkerung und den Opfern, die viele bringen, um die Wirtschaftskrise zu überwinden".

In Griechenland hatte Lagardes Kommentar einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Zahlreiche Politiker, die der von IWF und EU auferlegten Sparpolitik kritisch gegenüber stehen, hatten ihre Äußerungen im Wahlkampf aufgegriffen. Am 17. Juli finden in Griechenland Neuwahlen statt, nachdem eine Regierungsbildung nach den Wahlen Anfang Mai gescheitert war. Die griechische Wirtschaft wird derzeit von Finanzhilfen des IWF und der EU über Wasser gehalten.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Währungsfonds: IWF-Chefin entschuldigt sich für Griechenland-Schelte"

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  • Die Griechen haben durch Ihre ständigen Beleidigungen bei mir verschissen. Wer um Geld bettelt muß damit leben Ratschläge erteilt zu bekommen ! Wer nicht einmal soviel Intelligenz hat dies einzusehen muß erst ganz nach unten, in die Gosse. Ich habe ebenfalls mehr Mitleid mit Afrikanern als mit diesen unverbesserlichen Griechen.

  • @ Deutsch-Grieche
    Wieso soll Solidarität für die ärmsten Griechen aus dem Ausland kommen, von Menschen die sie verachten und beschimpfen? Wo bleibt denn die Solidarität der reichen Griechen für ihr eigenes Volk?

  • Die alten Griechen haben vor allem Rhetorik, Reden gelehrt. Das Rechnen wurde dabei wohl vergessen. Wie kann ein Volk, dem man schon € 30,000 pro Einwohner "geliehen" hat, noch mehr verlangen und über Mangel an Solidarität klagen?

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