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Währungskrise: Schweizer Notenbank glaubt an den Euro

Laut Notenbank-Chef Philipp Hildebrand wird die Gemeinschaftswährung trotz ihrer historischen Krise Bestand haben. Nach Jahren der Sünde müsse die Euro-Zone aber wieder zu einer Stabilitätsunion werden.

Der Euro: Keine Währung von gestern, glaubt die Schweizerische Nationalbank. Quelle: AP
Der Euro: Keine Währung von gestern, glaubt die Schweizerische Nationalbank. Quelle: AP

ZürichDie Schweizerische Nationalbank (SNB) ist fest vom Weiterbestand des Euro überzeugt. „Wir gehen auf jeden Fall davon aus, dass der Euro bleibt und auch die Eurozone Bestand haben wird“, sagte SNB-Präsident Philipp Hildebrand am Montag in der Sendung „ECO“ des Schweizer Fernsehens. Die Eurozone müsse aber wieder zu einer Stabilitätsunion zurückkehren. Das sei auch im Interesse der Schweiz. „Wenn es Europa gut geht, dann ist es auch gut für die Schweiz“, sagte Hildebrand. Die Rückkehr zu stabilen Verhältnissen werde aber ein langer und harter Weg sein. „Die letzten zehn Jahre waren Jahre mit vielen Sünden.“

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Den Anfang September eingeführten Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken wird die SNB nach Hildebrands Worten weiterhin mit allen ihr zu Verfügung stehenden Mitteln verteidigen. Bisher ist des den Schweizer Währungshütern gelungen, die Devisenmarkt-Teilnehmer von ihrem Vorhaben zu überzeugen und der Euro notierte seitdem über der Zielmarke. Die SNB musste nach Ansicht von Experten nicht einmal mit großen Summen im Devisenmarkt intervenieren. Wie die SNB im Einzelnen vorgeht, wollte Hildebrand in der Sendung nicht erläutern, die am Montagabend ausgestrahlt wird.

Dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Schweizer Kollegen zum Vorbild nehmen und analog zum Euro-Mindestkurs der SNB für die Zinsen auf dem Euro-Anleihenmarkt eine Grenze setzen könnte, hielt Hildebrand nicht für möglich. Für ein solches Zinsziel habe die EZB keinen gesetzlichen Auftrag. „Wenn sich die EZB nicht an den gesetzlichen Auftrag halten würde, würde das letztlich ihre Glaubwürdigkeit unterminieren“, sagte er.

  • 19.12.2011, 22:00 UhrAnonymer Benutzer: Rainer_J

    Zitat:"Nach Jahren der Sünde müsse die Euro-Zone aber wieder zu einer Stabilitätsunion werden."

    Wieso kommt das Wort "wieder" im Satz vor. Die Fehlkonstruktion war von Anfang an keine Stabilitätsunion. Sie war es von Anfang an NUR auf dem Papier, um Deutschland in den Euro zu locken.

    Alle Verträge und Regeln wurden gebrochen und mit neuen Verträgen und Regeln würde das gleiche passieren.

  • 19.12.2011, 21:56 UhrAnonymer Benutzer: Charly

    @PisaPisa
    ob der euro zu null implodiert wissen wir nicht.
    aber das ist in diesem fall gar nicht notwendig.
    die schweizer notenbank dürfte inzwischen auf gewaltigen mengen euros sitzen. sinkt der eurokurs oder die nachfolgewährungen auch nur um einen nennenswerten anteil dürften riesige schulden in franken übrigbleiben. entweder die notenbank muss dann die zinsen gewaltig anheben was die wirtschaft abwürgt oder die inflation in der schweiz zieht an, - oder beides.

  • 19.12.2011, 21:44 UhrPisaPisa

    Der Euro implodiert nicht zu Null oder Nichts.
    Wenn schon dann zerlegt er sich in Folgewährungen, die einen Wert besitzen, welchen auch immer.
    Früher konnten DM, Lire oder Franc ja auch gegen Franken konvertiert werden.

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