Währungsmanipulation
China weist Trumps Vorwürfe zurück

Donald Trump beschuldigt die Volksrepublik China, den Yuan bewusst abzuwerten, um Vorteile im Welthandel zu erlangen. Die Chinesen weisen die Vorwürfe allerdings zurück. Die Abwertung soll andere Gründe haben.
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PekingChina hat die Währungsmanipulations-Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen. Die Volksrepublik habe nicht die Absicht, sich über eine bewusste Abwertung der Landeswährung Yuan Vorteile im Welthandel zu verschaffen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking am Freitag. Wenn man China schon als Großmeister bezeichnen möchte, dann als Großmeister der wirtschaftlichen Entwicklung. Trump hatte in einem Reuters-Interview China erneut vorgeworfen, die Exporte mit Hilfe einer künstlich niedrig gehaltenen Währung zu stützen. „Ich bin der Meinung, dass sie die Großmeister der Währungsmanipulation sind“, sagte er.

Kurz zuvor hatte US-Finanzminister Steven Mnuchin dem Sender CNBC gesagt, er sei noch nicht bereit, China formell als Währungsmanipulator einzustufen. Man werde bei dieser Frage die vorgesehenen Abläufe innerhalb seines Ministeriums einhalten, das am 15. April den nächsten Bericht zu Chinas Währungspolitik vorlegen soll. Trump hatte im Wahlkampf noch versprochen, am ersten Tag im Amt China formell der Währungsmanipulation zu bezichtigen, was zu Strafmaßnahmen führen könnte.

Die Führung in Peking hatte in den vergangenen Monaten immer wieder versucht, den Yuan zu stützen. Die Währung ist wegen Sorgen über die Konjunkturabkühlung in China und des Dollar-Anstiegs nach der Trump-Wahl unter Druck geraten. Hintergrund des Dollar-Anstieg sind auch die von Trump angekündigten Konjunkturprogramme. Daher wird an den Finanzmärkten damit gerechnet, dass die US-Notenbank im Zuge eines stärkeren Aufschwungs die Zinszügel kräftiger anziehen könnte. Damit würde die Währung für Anleger auf der Jagd nach Rendite attraktiver.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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