Währungsmanipulation: Japan wehrt sich gegen US-Vorwürfe

Währungsmanipulation
Japan wehrt sich gegen US-Vorwürfe

Trumps Handelsberater beschuldigt Japan, den Yen absichtlich abgewertet zu haben, um heimischen Firmen Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Nun will sich Japan mit europäischer Hilfe gegen den Vorwurf zur Wehr setzen.
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TokioNach Kritik aus der neuen US-Regierung will sich Japan Insidern zufolge mit Schützenhilfe aus Europa gegen den Vorwurf der Währungsmanipulation zur Wehr setzen. Sollte ein Gespräch des Regierungschefs Shinzo Abe mit US-Präsident Donald Trump nächste Woche nicht fruchten, wolle Tokio in den internationalen Staatengruppen G7 und G20 auf gemeinsame Erklärungen dringen, dass alle die Regeln beachteten.

Hamburg ist im Juli Gastgeber des Treffens der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20). Wie ein auf Anonymität pochender Regierungsvertreter in Tokio der Nachrichtenagentur Reuters sagte, wird die US-Kritik nicht dazu führen, dass Japan „die Hände gebunden sind“. Er fügte hinzu: „Japan und Europa werden weiter die Unabhängigkeit der Geldpolitik fördern.“

Trumps Handelsberater Peter Navarro hat neben Japan auch China und Deutschland beschuldigt, mit Währungsabwertungen Vorteile für ihre Firmen auf dem Weltmarkt zu schaffen. Dies gehe zulasten der USA mit dem starken Dollar. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die US-Vorwürfe schon zurückgewiesen und auf die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank von der Politik verwiesen.

Trotz der Abwehrhaltung Japans ist Tokio offenbar bemüht, die Rahmenbedingungen für das Treffen Abes mit Trump günstig zu gestalten. Der US-Präsident will der Wirtschaft mit massiven Investitionen in die Verkehrswege einen Extraschub verleihen und so viele Jobs schaffen.

Japanischen Regierungsvertretern zufolge will das Fernostland dabei mit seiner Technologie behilflich sein: Durch Investitionen etwa in Hochgeschwindigkeitszüge oder Internet-Sicherheitssysteme könnten nach japanischen Planspielen in den USA rund 700.000 Jobs entstehenden. Teile des geplanten Investitionspakets könnten demnach aus Devisenreserven des Landes finanziert werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Den USA steht es doch völlig frei, ihren Dollar abzuwerten.

    Als Maßstab könnte der Goldpreis dienen:

    Kostete 1 Gramm Gold vor 60 Jahren noch 1 US-$.
    Kostet 1 Gramm Gold heute 40 US-$.

  • Kleine Anmerkung:
    Bei dem gezeigten Geld mit dem Titel "Yen" darunter handelt es sich ja offensichtlich nicht um Japanise Yen sondern um Chinesische Yuan (würde auch nicht wirklich Sinn machen wenn Maos Konterfei auf Japanischen Devisen zu finden währen, nicht wahr?)

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