Währungspolitik
Brasilien stemmt sich gegen Real-Aufwertung

Brasilien will eine Aufwertung seiner Landeswährung verhindern und dehnt dazu eine Besteuerung von Auslandskrediten aus. Das Land erhofft sich dadurch eine Dämpfung des Dollar-Zuflusses, der den Real aufwertet.
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BrasiliaBrasilien will die Aufwertung der heimischen Währung Real im Vergleich zum US-Dollar bremsen. Finanzminister Guido Mantega kündigte dazu eine Steuerverschärfung für Auslandskredite an. Danach muss die sechsprozentige Finanzsteuer künftig auf Kredite mit einer Laufzeit von unter 24 Monaten gezahlt werden. Bisher lag die Frist bei einem Jahr.

Durch die Verschärfung solle der kurzfristige Dollar-Zufluss gedämpft und eine exzessive Aufwertung des Real vermieden werden, sagte Mantega am Mittwochabend (Ortszeit). Brasilien registrierte im ersten Quartal 2011 einen Rekordzugang an US-Dollar in Höhe von 35,2 Milliarden (24,5 Mrd Euro). Das waren nach Angaben der Zentralbank fast 45 Prozent mehr als im gesamten Vorjahr 2010.

Die Dollar-Schwemme geht vor allem auf Auslandskredite brasilianischer Unternehmen und Banken zurück, die das zu niedrigen Zinsen geliehene Geld in Brasilien mit deutlich höherer Verzinsung anlegen. Der Dollar notierte am Mittwoch kurzzeitig auf nur 1,60 Real. Das war der niedrigste Stand seit August 2008.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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