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Währungsstreit: „Der IWF muss die Mechanismen verschärfen“

Die Verhandlungen im Währungsstreit mit China stocken, eine Lösung ist nicht in Sicht. Doch in einem Punkt stimmen Teilnehmer auf den Treffen der G7, des IWF und der Weltbank überein: Was fehlt, ist mehr internationale Abstimmung in der Geldpolitik. Soll der Internationale Währungsfonds mehr Macht bekommen?

US-Finanzminister Geithner: "Der IWF muss seine Überwachung der Wechselkurspolitik und des Aufbaus von Devisenreserven stärken." Quelle: Reuters
US-Finanzminister Geithner: "Der IWF muss seine Überwachung der Wechselkurspolitik und des Aufbaus von Devisenreserven stärken." Quelle: Reuters

HB WASHINGTON. Angesichts der Angst vor einem „Währungskrieg“ werden Forderungen nach einer besseren globalen Abstimmung immer lauter. Nach Ansicht von US-Finanzminister Timothy Geither sollte dafür der Internationale Währungsfonds (IWF) eine größere Rolle spielen. Der IWF müsse die Mechanismen verschärfen, mit denen die Staaten zur Ordnung gerufen werden könnten, sagte er am Samstag in Washington auf der Sitzung des IWF-Finanz- und Währungsausschusses (IMFC), des wichtigsten Lenkungsgremiums des Fonds.

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Auch der brasilianische Finanzminister Guido Mantega sprach sich für eine stärkere internationale Zusammenarbeit aus, um Wechselkurskonflikte abzuwenden. Er erneuerte auch seine Warnung vor einem „nicht-erklärten Währungskrieg“. „Alle Länder werden für diesen Wechselkursdisput einen Preis zahlen“, mahnte er am Freitag. Er warf den Industrienationen vor, ihre Konjunkturprobleme durch expansive Geldpolitik auf dem Rücken anderer kurieren zu wollen. Der brasilianische Finanzminister hatte bereits in der vergangenen Woche mit Warnungen vor einem „Währungskrieg“ für Aufsehen gesorgt.

US-Finanzminister Geithner stellte sich mit seiner Forderung nach einer prominenteren Rolle des Weltwährungsfonds bei der Schlichtung von Wechselkurskonflikten hinter IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn. Er hatte seine Organisation als den „richtigen Ort“ dafür bezeichnet.

Zugleich schlug der Franzose eine „Stabilitätsinitiative“ vor, um Währungsdispute zu entschärfen. So sollen die Risiken eines anhaltenden Abwertungswettlaufs verringert werden. Auch Weltbank-Präsident Robert Zoellick hatte vor den Folgen einer Eskalation des Währungskonflikts gewarnt. Die Spannungen könnten in handfesten Ärger münden, werde mit ihnen nicht richtig umgegangen.

An die Adresse von Schwellenländern wie China gerichtet sagte Geithner, der Aufbau von Devisenreserven sei bis zu einem bestimmten Punkt „angemessen“. „Ein Übermaß von Reserven weltweit führt aber zu ernsthaften Störungen des internationalen Währungs- und Finanzsystems.“ Nach jüngsten IWF-Zahlen hat China rund 2,5 Billionen Dollar an Reserven aufgehäuft, so viel wie kein anderes Land und fast 30 Prozent des weltweiten Bestandes. Die USA werfen Peking vor, mit dem Ankauf großer Mengen Dollar den Yuan künstlich niedrig zu halten und sich dadurch unfaire Handelsvorteile zu verschaffen.

  • 10.10.2010, 04:34 UhrAnonymer Benutzer: Money Masters

    der iWF laeuft schon seit 1944 Hand-in-Hand mit der US Federal Reserve bank.
    Hauptsaechlich die private Zentralbank der USA sind Schuld an der US Finanzkrise.
    Jetzt wollen wir den bock zum Gaertner machen? Die US Fed will moechte durch den iWF alle Waehrungen kontrollieren.

  • 10.10.2010, 02:49 UhrAnonymer Benutzer: bodo

    Dass Europa als kleinster Erdteil der Welt mit kaum 5% der Weltbevölkerung 24 Sitze beansprucht, ist lächerlich, zumal Europas finanzieller beitrag proportional viel geringer ist. Geithner hat recht, dass dies unfair ist. Andererseits sollte er froh sein, dass die Chinesen nicht noch mehr Sitze haben.

  • 09.10.2010, 23:22 UhrAnonymer Benutzer: Andreas

    Wer soll dann den iWF kontrollieren ? ich halte diese idee für ausgesprochen schlecht. Zudem haben wir dann tausende Sicherheitsmechanismen, die kaum jemand durchschaut. Es ist ja nicht gerade so, dass Washington verwaltungstechnisch besser dasteht als brüssel, nur weil Washington Staatsschulden einfach zulässt und brüssel nicht. Außerdem würden sich irgendwann Geberländer und Nehmerländer herauskristalisieren Sicherlich kann man dass dann auch regulieren. Aber meinen Sie nicht auch, dass die Flucht vor der Flucht schlechten Wirtschaftens irgendwo ein Ende haben muss? Richten wir gleich reguläre Strukturen ein, dann haben wir keine Probleme mehr. Und dieser ominöse globale Finanzmärkt, was gibt der schon her: ich meine in bezug auf die Realwirtschaft.

    Außerdem würden über den iWF Mechanismen freigesetzt, die unter anderem auch Europa gefährlich werden könnten. ich hoffe Sie institutionalisieren und verfestigen diese Finanzmärkte nicht. Das wäre echt ein Verbrechen, dass wir alle bitter bereuen werden. Wirklich alle.

    Wem das Land, dem die Religion. Europa und speziell Deutschland bestimmen über ihre Oragnisationsstrukturen selbst.Die Finanzmärkte laden zur Faulheit und bequemlichkeit ein. Und das sehen wir hier nicht gern. Tun Sie gefälligst etwas für ihr Geld.

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