Währungsunion
Brüssel will klammen Euro-Staaten helfen

Irland, Italien, Griechenland? Die Finanzmärkte fürchten schon länger, dass einzelne Euro-Staaten im Zuge der Wirtschaftskrise pleite gehen könnten. Währungskommissar Joaquín Almunia versuchte jetzt zu beruhigen: Sollte der Fall der Fälle eintreten, sei die Union gut gerüstet.

HB BRÜSSEL. „Es gibt eine Lösung dafür“, sagte Almunia am Dienstag in Brüssel. Nach Angaben seiner Sprecherin bedeutet dies aber nicht, dass die Kommission an einem Notfallplan arbeitet.

„Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass die Situation eintreten wird. Aber in dem unwahrscheinlichen Fall, dass ein Mitglied der Eurozone in Zahlungsschwierigkeiten geraten sollte, würde eine Lösung gefunden werden“, sagte Kommissionssprecherin Amelia Torres. Almunia hatte zuvor erklärt, ehe ein Mitglied der Eurozone den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfe bitten müsse, werde es eine EU-interne Lösung geben. Über Einzelheiten wolle er öffentlich aber nicht sprechen.

Auf den Finanzmärkten geht die Angst um, dass einzelne Euro-Staaten im Zuge der Wirtschaftskrise zahlungsunfähig werden könnten. Genannt werden immer wieder Irland, Italien, Griechenland, Spanien und Portugal. Italien und Griechenland sind hochverschuldet, Irland, Spanien und Portugal sind von der aktuellen Finanzmarktkrise besonders schwer betroffen.

Die Befürchtungen machen sich auch daran fest, dass die Zinssätze, die diese Länder für Staatsanleihen zahlen müssen, deutlich gestiegen sind. Dasselbe gilt für die Versicherungsprämien gegen das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit. Diese Entwicklung macht deutlich, dass die Märkte die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit dieser Länder heute höher einschätzen als noch vor wenigen Monaten. Unter Experten ist aber umstritten, ob diese Einschätzung ein reales Risiko widerspiegelt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%