Währungsunion
Frankreich muss Defizit bis 2012 senken

Frankreich muss nach Auffassung der Brüsseler Währungshüter sein ausuferndes Defizit bis 2012 wieder unter die Marke von drei Prozent bringen. Das wolle die Kommission an diesem Dienstag in Straßburg vorschlagen, berichteten EU-Diplomaten am Montag in Brüssel. Die EU-Kommission nahm keine Stellung.

HB BRÜSSEL. Paris wird im laufenden Jahr laut Kommission eine Neuverschuldung von 5,4 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt erreichen. EU-Währungskommissar Joaquín Almunia wird sich auch zu den Euro-Ländern Griechenland, Irland und Spanien äußern.

In Dublin wird im laufenden Jahr wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise ein riesiges Defizit von elf Prozent erwartet. Almunia wird auch zu der Strafprozedur gegen Großbritannien Stellung nehmen - das Land gehört bisher der Eurozone nicht an, es drohen deshalb keine Sanktionen.

Die Kommission will zu Malta und Lettland - beide Länder überschritten auch bereits die 3-Prozent-Marke - erst zu einem späteren Zeitpunkt Defizit-Termine setzen. Der Euro-Stabilitätspakt war vor vier Jahren reformiert worden - deshalb ist es möglich, die Rückführung von überhöhten Defiziten über mehrere Jahre zu strecken.

Deutschland, das im Gegensatz zu Frankreich in den vergangenen Jahren seine Budget-Hausaufgaben machte, wird nach Prognose der Kommission erst im kommenden Jahr mit 4,2 Prozent ein Defizitproblem bekommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%