Waffen niedergelegt
Viele Koranschüler in Islamabad ergeben sich

Nach schweren Kämpfen mit Sicherheitskräften haben sich zahlreiche Schüler zweier radikaler Koranschulen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ergeben. Es hatte zahlreiche Tote und Verletzte gegeben.

HB ISLAMABAD. Die Zahl der Toten bei den Kämpfen zwischen Koranschülern und Sicherheitskräften stieg nach Medienberichten auf 21. Rund 150 Menschen wurden verletzt.

Der Nachrichtensender Geo TV meldete, mehr als 600 Schüler hätten am Mittwoch ihre Waffen niedergelegt, darunter waren Gewehre, Granaten oder auch nur Stöcke. Die Regierung verlängerte die Frist zur Aufgabe bis 14.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MESZ). Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf bot jedem Schüler, der die Waffen niederlegt, umgerechnet 60 Euro für die Reise in die Heimat an. Hunderte Soldaten machten sich bereit, die Rote Moschee und die beiden daran angeschlossenen Koranschulen im Stadtzentrum zu stürmen.

Die radikale Führung der Koranschulen bot eine Kapitulation unter bestimmten Bedingungen an. Man werde nicht vor dem Militär, sondern nur vor muslimischen Würdenträgern kapitulieren. Ghazi ermutigt seine Schüler nach eigenen Angaben, nach Afghanistan zu gehen und dort gegen westliche Truppen zu kämpfen. Selbstmordanschläge hält er ausdrücklich für gerechtfertigt.

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