Waffenhandel
Russland verkauft Syrien 36 Militärflugzeuge

Eine Lieferung von 36 Kampfjets verschärft den Syrienkonflikt. Russland versorgt einen seiner besten Waffenabnehmer mit Trainingsflugzeugen im Wert von 550 Millionen US-Dollar. In den USA stößt dies auf heftige Kritik.
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MoskauInmitten des Syrienkonflikts verkauft Russland dem arabischen Land einem Medienbericht zufolge 36 militärische Trainingsflugzeuge des Typs Jak-130 (Nato-Code: „Mitten“). Der Vertrag im Wert von 550 Millionen US-Dollar (etwa 427 Millionen Euro) sei bereits unterschrieben worden, berichtete die Moskauer Zeitung „Kommersant“ am Montag unter Berufung auf den staatlichen Rüstungskonzern Rosoboronexport.

Die zweistrahlige Jak-130 kann mit Bomben sowie mit Raketen für den Luftkampf und die Bekämpfung von Erdzielen ausgerüstet werden. Die syrische Regierung des umstrittenen Präsidenten Baschar al-Assad ist ein enger Partner und Waffenkäufer der UN-Vetomacht Russland.

Vor allem die USA kritisieren russische Rüstungsexporte nach Syrien scharf. Moskau weist die Vorwürfe zurück: Es gebe kein international bindendes Waffenembargo gegen das Land. Ein russisches Schiff mit 60 Tonnen Munition hatte vor kurzem in Syrien angelegt.

Der einflussreiche Außenpolitiker Michail Margelow warnte unterdessen vor einem Bürgerkrieg in dem Krisenland. „Derzeit steckt die Situation in Syrien in einer Sackgasse“, sagte Margelow, der zugleich Sonderbeauftragter des Kremls für Afrika ist, nach Angaben der Agentur Interfax.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Evtl aber belügen und die westlichen Medien:
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    Im Zweifel erinnern wir uns an das Projekt des Weltzionismus: „Die Auflösung Syriens und des Irak in ethnische oder religiös homogene Provinzen … ist eine der Prioritäten Israels … der erste Schritt zu diesem Ziel geht über die Auflösung ihrer Armeen.“

    Dieses Ziel ist im Irak erreicht, wo eine der ersten Entscheidungen von Paul Bremer [Zivilverwalter 2003 im Irak. A.d. Ü.] die war, die irakische Armee aufzulösen. Das ist auch für Syrien vorgesehen, wo die Armee das Ziel der Attacken der bewaffneten Banden ist. Mehr als 1000 Soldaten und Offiziere sind bereits getötet worden; und während die westlichen und arabischen Medien unsere Soldaten zur Fahnenflucht auffordern, haben Offiziere in unseren Zeitungen und Fernsehanstalten gesagt, dass sie gekidnapt, gefilmt und gefoltert wurden, um dadurch falsche Beweise für die Fahnenflucht zu liefern, die dann von Al Dschasira verbreitet wurden.

    Die übelsten Methoden werden angewandt, um das syrische Volk zur Unterwerfung zu zwingen. So haben bewaffnete Banden in den Vororten Harasta und Darayya von Damaskus die Schließung von Geschäften erzwungen unter dem Vorwand, einen „Generalstreik“ zu respektieren, und gleichzeitig zu drohen, dass alle, die nicht gehorchen, getötet werden oder ihre Kinder entführt und getötet würden! In Deraa, wurde ein Mann der sich weigerte, getötet und seine Frau verwundet. In Homs hat mir ein Händler anvertraut, dass er nach dutzenden Droh-Anrufen gezwungen war, seinen Laden zu schließen.

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