Waffenlieferung geplant: Bush will Saudi-Arabien gegen Iran aufrüsten

Waffenlieferung geplant
Bush will Saudi-Arabien gegen Iran aufrüsten

US-Präsident George W. Bush will Saudi-Arabien als militärisches Gegengewicht zum Iran mit modernen Waffensystemen ausstatten. In Washington, wo der Kongress über das Vorhaben der Regierung entscheiden muss, hat das milliardenschwere Rüstungsprogramm bereits Kritik ausgelöst

HB RIAD/WASHINGTON. Die US-Regierung plant umfangreiche Waffenlieferungen an Saudi-Arabien, um der militärischen Macht des Iran zu begegnen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte am Montag, die Regierung habe den Kongress über das Vorhaben unterrichtet. Bei der angestrebten Lieferung an Saudi-Arabien handele es sich um 900 Nachrüstsätze für ungelenkte Bomben (JDAMs).

Unterdessen traf US-Präsident George W. Bush in Saudi-Arabien mit König Abdullah zu Gesprächen zusammen. Bush hat während seiner Nahost-Reise vor der Bedrohung der weltweiten Sicherheit durch den Iran gewarnt und die verbündeten Golfstaaten dazu aufgefordert, sich dieser Gefahr zu stellen.

Ob der Kongress das Vorhaben der Regierung billigen wird, ist noch unklar. Die Abgeordneten haben nun 30 Tage Zeit, um die angestrebten Waffenlieferungen zu blockieren. Als das Vorhaben im vergangenen Jahr bekannt wurde, hatten sich mehrere Abgeordnete aus Sorge um die Sicherheit Israels dagegen ausgesprochen.

Bush bezeichnet den Iran als Bedrohung, obwohl das Land laut einem US-Geheimdienstbericht ein geheimes Atomwaffenprogramm 2003 eingestellt haben soll. Die arabischen US-Verbündeten teilen zwar Bushs Sorge über einen zunehmenden regionalen Einfluss der Islamischen Republik, wollen diesen aber ohne militärische Gewalt eindämmen.

Die JDAMs, die an Saudi-Arabien geliefert werden sollen, werden von Boeing gebaut. Sie verwandeln ungelenkte Bomben mit Hilfe von eingebauten Satelliten und Navigationssystemen in Präzisionswaffen.

Nach seinem zweitägigen Aufenthalt in Saudi-Arabien will Bush am Mittwoch vor seiner Heimreise noch einen Zwischenstopp in Ägypten einlegen. In den vergangenen Tagen hatte er bereits Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate besucht.

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