Waffenlieferungen in den Jemen
US-Kriegsschiff soll Iran warnen

Spannungen mit dem Iran: Die US-Marine stockt ihre Präsenz im Golf von Aden auf. Unterdessen fliegen Saudi-Arabien und Verbündete Luftangriffe im Jemen - und bekommen dafür Ärger mit dem Iran.
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WashingtonEin US-Kriegsschiff hat nach Marineangaben Kurs auf den Jemen genommen. Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums wies Berichte zurück, nach denen die neuen Kriegsschiffe die Aufgabe hätten, die Lieferung iranischer Waffen in den Jemen zu verhindern. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge hofft das Verteidigungsministerium jedoch, das Schiff werde eine Botschaft an den Iran senden.

Zuvor hatte es aus Marinekreisen geheißen, der Flugzeugträger „USS Theodor Roosevelt“ werde sich anderen US-Schiffe anschließen, die vorbereitet seien, iranische Boote mit Waffen abzufangen. Der Iran wird verdächtigt, die Rebellen, die das bitterarme Land unter ihre Kontrolle bringen wollen, zu unterstützen.

Die US-Marine hat ihre Präsenz im Golf von Aden und im südlichen Arabischen Meer gestärkt. Derzeit gibt es neun US-Schiffe in der Region, darunter Kreuzer und Zerstörer, die Mannschaften an Bord haben, die andere Schiffe entern können. In Regierungskreisen hieß es, die Anwesenheit der Kriegsschiffe eröffne der US-Politik zusätzliche Optionen für den Fall, dass sich die Lage im Jemen verschlechtere. Zuvor hatte es Berichte gegeben, nach denen ein Konvoi von acht iranischen Schiffen auf den Weg in den Jemen sei, um die Huthi-Rebellen zu bewaffnen.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, sagte, die USA hätten Sorge wegen der fortgesetzten Unterstützung Irans für die Huthis. Man habe Hinweise, dass die Iraner Waffen und andere Unterstützung an die Rebellen lieferten. Diese Hilfe werde nur zu noch mehr Gewalt beitragen. Dies sei genau die Art destabilisierender Aktivitäten, die man im Sinn gehabt habe, als man Bedenken erhoben habe wegen dem Vorgehen des Iran im Nahen Osten.

Saudi-Arabien und seine Verbündeten flogen die heftigsten Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen seit Beginn ihrer Offensive Ende März. Ziele waren unter anderem Waffenlager in den Bergen rund um die Hauptstadt Sanaa, wie jemenitische Beamte mitteilten. Der Huthi-Sender Al Masirah meldete zehn Tote. Die Hafenstadt Aden ist weiter umkämpft.

Das iranische Außenministerium teilte mit, dass bei den Luftangriffen der von Saudi-Arabien geführten Koalition auf die Huthi-Rebellen die eigene Botschaft nur knapp einem Treffer entgangen sei. Das iranische Außenministerium bestellte deshalb den saudi-arabischen Botschafter ein. Vize-Außenamtschef Hossein Amir Abdollahian forderte Saudi-Arabien nach Ministeriumsangaben auf, sich an seine Verpflichtung zum Schutz diplomatischer Vertretungen zu halten. Der Iran mache Saudi-Arabien für die Sicherheit seiner Botschaft in Sanaa verantwortlich.

Das sunnitische Königreich führt eine Koalition arabischer Staaten an, die den Vormarsch der Huthi-Rebellen mit Luftangriffen zu stoppen versucht. Die Huthis haben seit vergangenem Herbst immer größere Teile Jemens unter ihre Kontrolle gebracht und im März Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi zur Flucht gezwungen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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