Waffenlieferungen
Russland weist Kritik der USA zurück

In der blutigen Syrienkrise werfen sich Russland und die USA gegenseitig Waffenlieferungen an die Konfliktparteien vor. Unterstützung erhält Moskau aus Teheran.
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TeheranRussland hat Vorwürfe aus den USA strikt zurückgewiesen, Moskau verkaufe Kampfhubschrauber an das Regime in Syrien. Alle gelieferten Waffen könnten nur zur Verteidigung und nicht gegen friedliche Demonstranten eingesetzt werden, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in Teheran nach Angaben der Agentur Interfax. Um welche Waffen es sich dabei handelt, wurde nicht gesagt. Die Waffenverkäufe an Syrien verletzten kein internationales Recht, sagte Lawrow. Russland hat sich einem entsprechenden Boykott des Westens nicht angeschlossen. Im Gegenzug warf Lawrow den USA vor, Angriffswaffen an Regierungen in der Region zu verkaufen.

Der Iran warf „einigen Staaten“ vor, die Gewalt in Syrien mit Waffenlieferungen an die Regimegegner und dem Einsatz eigener Truppen anzuheizen, sagte Außenminister Ali Akbar Salehi auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Lawrow. Die von Moskau angebotene Syrien-Konferenz biete hingegen die Chance, das Blutvergießen zu beenden. Die USA lehnen den russischen Vorschlag jedoch bislang ab, da auch der Iran an dem Treffen teilnehmen soll.

Teheran sicherte Moskau Unterstützung bei der Lösung des Syrien-Konflikts zu. Die Krise in Syrien könne nur in Gesprächen zwischen Regierung und Opposition gelöst werden, ohne Einmischung von außen, sagte Salehi. Lawrow kritisierte Forderungen der internationalen Gemeinschaft, dass nur die Regierung das Feuer einstelle, seien eine „Provokation“.

Optimistisch zeigte sich Salehi beim Thema Atomgespräche: Er hoffe, dass die neue Verhandlungsrunde in Moskau am 18. und 19. Juni „positiv und konstruktiv“ verlaufe. Es sei aber Geduld und Toleranz nötig, sagte der iranische Chefdiplomat.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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