Waffenruhe hält
US-Streitkräfte wollen Nadschaf nicht räumen

Die US-Armee will ihre Stellungen in Nadschaf trotz des Inkrafttretens eines Friedensabkommens beibehalten. Bei Gefechten mit Sadr-Anhängern in Bagdad kamen mehrere Menschen ums Leben.

HB BERLIN. Die für die irakische Pilgerstadt Nadschaf vereinbarte Waffenruhe hält. Laut Berichten von Korrespondenten haben die Einwohner der Stadt am Samstag mit Aufräumarbeiten begonnen. Die US-Streitkräfte erklärten indes, sie würden die Pilgerstadt vorerst nicht verlassen. Man wolle sicher gehen, dass die Anhänger des radikalen Predigers Muktada al Sadr den Waffenstillstand einhielten, erklärte eine amerikanische Militärsprecherin.

In Nadschaf beraten derweil die höchsten Vertreter der irakischen Schiiten über die Umsetzung des Friedensabkommens. Unter Leitung von Großayatollah Ali al Sistani wollen sie auch über die politische Lage im Irak sprechen. Sistani hatte die Vereinbarung am Freitag ausgehandelt. Seitdem gilt nach dreiwöchigen Kämpfen eine Feuerpause. Die Milizen el Sadrs gaben die Besetzung der Imam-Ali-Moschee auf. Die Innenstadt von Nadschaf wird nun von irakischen Polizisten kontrolliert.

Aus Bagdad werden indes neue Kämpfe zwischen amerikanischen Soldaten und Milizionären al Sadrs gemeldet. Dabei wurden drei Menschen getötet und 25 verletzt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. US-Soldaten forderten demnach die Einwohner im Bagdader Viertel Sadr City auf, in ihren Häusern zu bleiben.

Bei einem Mörserangriff von Rebellen im Osten der Stadt wurden zudem zwei Zivilisten getötet. Laut Angaben des Innenministeriums wurden die beiden Männer beschossen, als sie auf der Straße ihre Autos wuschen. Mindestens sechs weitere Menschen seien verletzt worden.

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