Waffenruhe im Gazakrieg hält
Alles ist friedlich – vorerst

Keine Luftangriffe auf Gaza, keine Raketen auf Tel Aviv – die Feuerpause hält. Nun sollen die Grenzübergänge zwischen Israel und dem Gazastreifen geöffnet, Fischerei wieder erlaubt werden. Doch es gibt noch Streitfragen.

JerusalemDie zwischen Israel und den palästinensischen Extremisten vereinbarte unbefristete Feuerpause hält: Es habe keine Berichte über eine Verletzung des seit dem frühen Dienstagabend geltenden Waffenstillstands gegeben, teilte das israelische Militär am Mittwoch mit. Israelischen Medienberichten zufolge stellte der israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu das Abkommen zum Waffenstillstand bewusst nicht im Sicherheitskabinett zur Abstimmung, weil einige Minister dagegen seien und die Fortführung der Kämpfe befürworteten.

Am Dienstag hatten sich die beiden Konfliktparteien 50 Tage nach Ausbruch des Gazakriegs auf die von Ägypten vermittelte unbefristete Feuerpause geeinigt. Sie trat um 18 Uhr deutscher Zeit in Kraft. Die beiden wichtigsten militärisch aktiven Gruppen im Gazastreifen, Hamas und Islamischer Dschihad, stimmten dem Waffenstillstand ebenso wie Israel zu.

Das Abkommen sieht neben der Waffenruhe die Lockerung der Blockade des Gazastreifens vor. Dadurch sollen Hilfsgüter und Baumaterial in den durch die israelischen Luftangriffe weitgehend zerstörten Küstenstreifen gelangen. Außerdem wird die Fischerei drei bis sechs Seemeilen vor der Küste wieder erlaubt. Uno-Generalsekretär Ban Ki Koon äußerte die Hoffnung, dass damit der Weg zu einer politischen Lösung des Konflikts geöffnet werde.

Israel besteht weiterhin auf Kontrollen an den Grenzübergängen, um den Missbrauch von Baumaterialien für militärische Zwecke zu verhindern. Der jüdische Staat strebt eine Entmilitarisierung des Gazastreifens an. Offene Fragen sind der von der radikal-islamischen Hamas geforderte Bau eines See- und Flughafens sowie die Freilassung von Häftlingen im Tausch für die Leichen zwei israelischer Soldaten. Nach Angaben eines Hamas-Funktionärs sollen Gespräche über diese größeren Aspekte in einem Monat beginnen.

Seite 1:

Alles ist friedlich – vorerst

Seite 2:

Iran feiert „Sieg“ der Palästinenser

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%