Wagenknecht zum Grexit
„Unterwerfung wäre das schlechteste Signal“

Wie soll es mit Griechenland weitergehen? Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat eine eindeutige Antwort: Die Griechen sollen aus dem Euro ausscheiden. Sie rät der Athener Regierung, sich nicht zu unterwerfen.
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BerlinEin geordnetes Ausscheiden aus der Euro-Zone wäre nach Ansicht der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht eine sinnvolle Lösung der Schuldenkrise Griechenlands. Voraussetzung sei allerdings, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die neue griechische Währung unterstütze „und dass sie nicht in Grund und Boden fällt“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende am Freitag in Berlin. „Das Problem ist, dass so, wie sich die Gläubiger verhalten haben und sich auch die EZB verhalten hat, es natürlich schwierig ist, sich darauf zu verlassen, dass die dann kooperieren.“

Denkbar wäre, dass die EZB die neue Währung so unterstütze, „dass sie meinetwegen um 30 Prozent abwertet aber nicht mehr“, sagte Wagenknecht. Das müsse genauso glaubwürdig angesagt werden wie EZB-Präsident Mario Draghi sich verpflichte, andere Staatsanleihen zu stützen. Wagenknecht, die zusammen mit Dietmar Bartsch ab Herbst die neue Fraktions-Doppelspitze bilden soll, antwortete auf die Frage, was sie der griechischen Syriza-Regierung im Schuldenstreit raten würde: „Eine Unterwerfung wäre – glaube ich – das schlechteste Signal.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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