Wahl in Frankreich: Hacker nehmen offenbar Macron ins Visier

Wahl in Frankreich
Hacker nehmen offenbar Macron ins Visier

Die IT-Sicherheitsfirma Trend Micro geht davon aus, dass Hacker das Wahlkampfteam von Emmanuel Macron angegriffen haben. Die Hackergruppe wird mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU in Verbindung gebracht.
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FrankfurtHacker haben Experten zufolge das Wahlkampfteam des französischen Kandidaten Emmanuel Macron angegriffen. Nach Erkenntnissen der IT-Sicherheitsfirma Trend Micro vom Montag versuchten Kriminelle der Gruppe „Pawn Storm“, in das Netz der Wahlkämpfer einzudringen. Macrons Mitarbeiter sollten über gefälschte Mails dazu verleitet werden, Schadsoftware auf ihre Computer zu laden sowie Logins und Passwörter zu verraten. „Solche Zugangsdaten eignen sich gut, um politische Parteien auszuspionieren“, sagte Sicherheitsexperte Feike Hacquebord zu Reuters. Ob die Versuche vom März und April erfolgreich gewesen seien, lasse sich von außen nicht sagen. Er habe den Fall an die französischen Behörden weitergeleitet. Die für die Aktion benutzten Rechner seien abgeschaltet worden.

„Pawn Storm“ ist eine der ältesten Cyberspionagegruppen. Experten bringen die Gruppe, die auch unter den Namen „Fancy Bear“, „Apt 28“ und „Strontium“ bekannt ist, mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU in Verbindung. Hacquebord sagte, mit einer ähnlichen Technik wie bei Macrons Team hätten sich Hacker bereits in die Computer der unterlegenen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und der CDU eingeschlichen. Die deutsche Cyberabwehrbehörde BSI warnt wegen der Bundestagswahl im September bereits vor Angriffen. Ein Sprecher der französischen Sicherheitsbehörde Anssi bestätigte den Angriff auf Macrons Mitarbeiter. Beim Wahlkampfteam des Kandidaten war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Nach der ersten Wahlrunde am Sonntag ist der Linksliberale Favorit für das Präsidentenamt. Er tritt am 7. Mai in einer Stichwahl gegen die Rechtsextreme Marine Le Pen an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Herr Andreas Schindler21.04.2017, 15:36 Uhr
    Herr Hofmann, haben Sie als AfD Propagandist eigentlich keine Freunde, keine Arbeit und keine Hobbys oder warum kommentieren Sie alles den lieben langen Tag? Mögen Sie sich selbst lesen? Hier gibt es keine Likes...😜

    @Schindler
    Ich freue mich jeden Morgen wenn ich wieder kommentieren darf, die Wochenenden sind schon schlimm genug, ohne Kommentarfunktion.
    Ich mache hier gerne Propaganda für die AFD, wäre Propaganda für die Grünsozialistische Merkelregierung besser?Danke

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