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Wahl in Kuba: Fidel Castro lässt sich wieder blicken

Es ist eine Situation mit Seltenheitswert: Erstmals seit Jahren zeigte sich Kubas früherer Staatschef Fidel Castro für längere Zeit in Öffentlichkeit. In Havanna gab er seine Stimme beim Votum zur Nationalversammlung ab.

Fidel Castro am Wahltag im Gespräch mit Journalisten. Quelle: ap
Fidel Castro am Wahltag im Gespräch mit Journalisten. Quelle: ap

HavannaErstmals seit mehreren Jahren hat sich Kubas früherer Staatschef Fidel Castro für längere Zeit in der Öffentlichkeit gezeigt. Castro besuchte am Sonntag ein Wahllokal in Havanna, wo er seine Stimme beim Votum zur Nationalversammlung abgab. Mehr als eine Stunde lang unterhielt sich der 86-jährige Revolutionsführer mit Wählern und Journalisten.

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Das staatliche Fernsehen zeigte, wie der mit einem karierten Hemd und blauer Jacke bekleidete Castro am späten Nachmittag seinen Stimmzettel einwarf. Der Nachrichtensprecher sagte, Castro habe sich zu den Bemühungen zur Reform der Wirtschaft des Karibikstaates geäußert und auch über Venezuelas schwer erkrankten Präsidenten Hugo Chavez gesprochen. Bei der Wahl zur Nationalversammlung mit ihren 612 Abgeordneten ist allein die Kommunistische Partei zugelassen.

Mit schwacher Stimme lobte der greise Castro die anderen Wähler für ihre Beteiligung an der Abstimmung: "Das Volk ist wirklich revolutionär", erklärte Castro. Es war sein erster längerer öffentlicher Auftritt seit 2010. Vier Jahre zuvor war er schwer erkrankt, weshalb er die Macht an seinen jüngeren Bruder Raul Castro abgetreten. Dieser hat vorsichtige Reformen in dem kommunistischen Land eingeleitet.

  • 17.07.2013, 11:56 Uhrblack

    Die kubanische Bevölkerung hat es auch satt sich von ihrem Revolutionär Castro verklappsen zu lassen; offiziell sagt das aber auch niemand. Der wirtschaftliche Stand ist schlechter als zu Batistas Zeiten. Tolle Revolution, das man seit ca. 2 Jahren auch ein Handy dort benutzen darf. Wann war nochmal die Revolution?

    Castro selbst wird wahrscheinlich genau wie seinerzeit der tolle Arafat, natürlich uneigennützig, Millionen und Milliarden von Dollars im Ausland gebunkert haben.

    Castro und die alten Revolutionäre sollen das Feld räumen; der Alterschwachsinn lässt schon seit jahrzehnten grüßen.

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