Wahl in Litauen
Favoritin muss in die Stichwahl

Die Amtsinhaberin Dalia Grybauskaite gewinnt die erste Runde der Präsidentenwahl in Litauen deutlich. Dennoch muss sie in die Stichwahl. Dass die Parteilose wiedergewählt wird, gilt nahezu als sicher.
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VilniusDie Präsidentenwahl im baltischen EU- und Nato-Land Litauen wird in einer Stichwahl entschieden. Nach vorläufigen Angaben der Wahlkommission vom Montagmorgen kam die favorisierte Amtsinhaberin Dalia Grybauskaite auf rund 46 Prozent der Stimmen und verpasste damit die absolute Mehrheit. Der sozialdemokratische Europaabgeordnete Zigmantas Balcytis kam mit fast 14 Prozent auf Platz zwei.

Wer für die nächsten fünf Jahre das höchste Staatsamt in der Ex-Sowjetrepublik bekleidet, entscheidet nun eine Stichwahl zwischen Grybauskaite und Balcytis parallel zur Europawahl am 25. Mai. Dabei gilt die Wiederwahl der parteilosen Politikerin nach Ansicht von Kommentatoren als nahezu sicher.

Grybauskaite bedankte sich in einer kurzen Ansprache in der Hauptstadt Vilnius bei ihren Unterstützern. „Dies ist ein großer Vertrauensbeweis“, sagte sie über das Ergebnis. Sie forderte die Bevölkerung zur Teilnahme am zweiten Wahlgang auf.

Balcytis, der nur knapp vor Ex-Parlamentspräsident Arturas Paulaskas (Arbeitspartei) lag, rechnete sich trotz des deutlichen Vorsprungs von Grybauskaite Chancen aus. In der zweiten Runde werde er erfolgreicher abschneiden, zeigte sich der frühere Finanzminister zuversichtlich.

Insgesamt hatten sich sieben Kandidaten um das höchste Staatsamt in der Ex-Sowjetrepublik beworben. Wahlberechtigt waren gut 2,5 Millionen Menschen. Die Beteiligung lag dem Leiter der Wahlkommission in Vilnuis zufolge über der 50-Prozent-Grenze. Das Ergebnis wird noch am Montag bekanntgegeben.

Grybauskaite trat ihr Amt im Juli 2009 an. Die frühere EU-Haushaltskommissarin ist das erste weibliche Staatsoberhaupt in Litauen seit der Unabhängigkeit 1990 von der damaligen Sowjetunion.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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