Wahl in Luxemburg
Und ewig grüßt der Juncker

Gleich mehrere Skandale haben Luxemburg im Frühjahr erschüttert. Eine Folge: Ministerpräsident Juncker machte den Weg für Neuwahlen frei. In zwei Wochen ist es nun soweit. Und erstmals hat Juncker ernsthafte Konkurrenz.
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LuxemburgVor der Bäckerei Fischer am Luxemburger Busbahnhof Avenue Monterey stehen Büroangestellte Schlange um sich einen Sandwich zu kaufen. Eine junge Luxemburgerin blickt auf das Wahlplakat des Juncker-Herausforderers Etienne Schneider. „Das wär´ endlich mal ein anderes Gesicht“, sagt sie zu ihrer Kollegin in der Schlange. „Weißt Du, dass ich nur Juncker als Premier kenne?“, antwortet ihre junge Kollegin.

Womöglich bleibt es auch dabei: Die konservative Partei setzt jedenfalls auch bei den Wahlen in zwei Wochen auf ihren bewährten Kandidaten. Seit 1995 ist Jean-Claude Juncker, mittlerweile 58 Jahre alt, Premierminister des einzigen Großherzogtums der Welt – ein Dienstrekord in der Europäischen Union. Für die einen steht Juncker für den kleinen, klugen Landesvater, er steht für Sicherheit, er ist ein Teil ihres Landes. Die anderen können ihn nicht mehr sehen.

„Fair a stabil“ steht auf dem frisch geklebten Wahlplakat der Chrëschtlech Sozial Vollekspartei (CSV), die schon am Kreisverkehr der Autobahnausfahrt stehen. Spitzenkandidat Juncker muss sich am 20. Oktober vorgezogenen Neuwahlen stellen. Dann endet eine lange gemeinsame Regierungszeit. In 40 Jahren koalierte die CSV insgesamt 30 Jahre lang mit der Lëtzebuerger Sozialistesch Arbechterpartei (LSAP). Aber eine Reihe von Skandalen brachte die schwarz-rote Ehe sieben Monate vor dem regulären Wahltermin ins Wanken.

Etienne Schneider, derzeit Wirtschaftsminister und Spitzenkandidat der LSAP, erklärt, was geschah: „Der Geheimdienst hat mittels einer Uhr Gespräche mit Juncker aufgezeichnet; Zehntausende von Luxemburgern wurden abgehört. Es gab illegalen Auto- und Goldhandel, dem Staatsanwalt sollte eine fingierte Pädophilie-Geschichte unterstellt werden – und nie wurde etwas unternommen. Wir hatten einen Skandal um Bombenleger, Cargolux und den Geheimdienst. Das geht in einem Rechtsstaat nicht.“

Die Kritik, die sich auch an Juncker richtet, kommt nicht von ungefähr: Der 42-jährige Schneider selbst ist durchaus ambitioniert, er fühlt sich fit für die Nachfolge Junckers im Amt des Ministerpräsidenten. Ein erstes Opfer hat er schon gebracht: „Ich habe beim Antritt des Ministerpostens auf die Hälfte meines Gehalts verzichtet“, sagt der Volkswirt.

Damit umgarnt er seine Anhänger. Die meisten Fans hat Schneider im roten Süden Luxemburgs. Dort, wo die Stahlwerke mit Sozialplänen kämpfen, wählen mehr Menschen Rot als in der Hauptstadt. In Esch-sur-Alzette ist die Erde selbst noch ein bisschen rot – vom Eisenerz, sagen die Escher. In der Fußgängerzone diskutieren Passanten bei einem Schluck Bier im Bistro über den LSAP-Spitzenkandidaten. „Der kann den Bokassa vom Thron stoßen“, sagt ein rund fünfzigjähriger Mann mit Tüten zu seiner Begleiterin. „Zeit wäre es“, antwortet sie. „Der Juncker meint eh, er kann sich alles erlauben.“ Bokassa ist der Spitzname von Juncker, den ihm eine Satirezeitung wegen seiner Alleingänge gegeben hat.

Der Sozialist Schneider ist genauso pragmatisch in seiner Politik und genauso auf Macht aus wie Juncker, der Europäer, der gewiefte Konservative. Anders als Juncker ist Schneider noch jung und sportlich. Aus seiner Homosexualität macht er keinen Hehl – genau so wenig wie aus seinen Ambitionen. „Wenn die LSAP gewinnt, werde ich Premier“, verkündet er.

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Wählt Juncker den Ausweg Europa?

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  • Lustiger Artikel. Seit wann ist Bauer und EuParlamentarier Charles Goerens Milliardaire
    so wie sicher jeder Luxemburger Millionär. Als grösstes Export Land Ihr Deutschen solltet Ihr netter mit euren Kunden schreiben, denn von was wollt Ihr sonst leben.Haben wir die Banken ,verkauft Ihr Waffen.

  • Die Komentare hier sind absoluter Schwachsinn. Der Artikel ist zumindest schlecht geschrieben.

  • Oh je,,, was für dümmliche Gedanken und Kommentare

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