International
Wahl von De Hoop begrüßt

Der 55 Jahre alte Niederländer De Hoop Scheffer wird am 1. Januar 2004 den Brüsseler Spitzenposten des NATO-Generalsekretärs antreten.

HB BERLIN/BRüSSEL. Die Bundesregierung hat die Wahl des niederländischen Außenministers Jaap de Hoop Scheffer zum neuen NATO- Generalsekretär begrüßt. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erklärte am Montag in Berlin: „In einer Situation, in der wichtige Weichenstellungen in der Zusammenarbeit zwischen EU und NATO anstehen, ist die Wahl des niederländischen Außenministers in dieses Amt ein wichtiges Signal für eine Entwicklung dieser Kooperation im Sinne einer strategischen Partnerschaft.“ Zugleich verwies Schröder auf das „hervorragende Zusammenspiel“ von Deutschen und Niederländern bei der gemeinsamen Führung der ISAF-Friedenstruppe in Afghanistan.

Auch Außenminister Joschka Fischer (Grüne) verwies auf die immer enger werdende Zusammenarbeit zwischen EU und NATO. De Hoop Scheffer sei als überzeugter Europäer, der gleichzeitig den transatlantischen Beziehungen großes Gewicht beimesse, für das Amt des NATO- Generalsekretärs besonders geeignet.

Auch der scheidende NATO-Generalsekretär George Robertson, der im Dezember nach gut vier Jahren das Amt niederlegen wird, lobte seinen Nachfolger. Der niederländische Außenminister sei der richtige Mann, um die Rolle der NATO als „weltweit erfolgreichste Verteidigungsallianz“ aufrecht zu erhalten, erklärte Robertson in Brüssel.

Der niederländische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende, der am Montag gemeinsam mit seinem Außenminister in New York an einer UN-Konferenz teilnahm, nannte die Wahl De Hoop Scheffers „großartig“. Er sehe darin eine Anerkennung der niederländischen Rolle als Brückenbauer zwischen Europa und den Vereinigten Staaten, sagte er in einem Rundfunkinterview.

De Hoop Scheffer selbst sagte, er freue sich auf die „fantastische Aufgabe“. Weiter meinte er: „Ich sehe es als sehr wichtig an, die Allianz, also die amerikanische Seite, Amerika und Kanada und die europäischen Mitglieder der NATO, möglichst gut in der selben Richtung zu halten wie es mein Vorgänger auf so fantastische Weise schafft.“ Mit Kommentaren inhaltlicher Art wolle er aber bis 1. Januar warten, um Lord Robertson nicht in seiner Arbeit zu behindern.

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