Wahlen
Der Stinkefinger spricht den Tschechen aus der Seele

Die Tschechen wählen ein neues Parlament. Doch viele Bürger sind nach den Skandalen der politischen Klasse nur noch frustriert. Das ist die Chance für die populistische Opposition.
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WienDas ist kein schöner Anblick in Prag. Auf einem Floss ragt ein violetter, zehn Meter hoher Stinkefinger des tschechischen Künstlers David Cerny in den herbstlichen Himmel. Die politische Kunst auf der Moldau, zu Füßen der Prager Burg, spricht vielen Tschechen in diesen Tagen aus der Seele. Sie haben für die vorgezogenen Parlamentswahlen, die Präsident Milos Zeman erzwungen hat, nur Verachtung übrig. „Der Stinkefinger richtet sich gegen Zeman und gegen die politische Richtung. Der Künstler bringt den Verdruss zum Ausdruck“, sagte ein politischer Analyst aus Prag dem Handelsblatt.

An Freitag und Samstag sind die Wähler des über acht Millionen großen Landes aufgerufen, ein neues Parlament für die nächsten vier Jahre zu wählen. Nach den letzten Umfragen zeichnet sich ein Linksruck ab. Demnach kommen die Sozialdemokraten (CSSD) nach einer Prognose im Auftrag des tschechischen Fernsehens auf 28,5 Prozent. Der 42-jährige Parteichef Bohuslav Sobotka wäre somit auf die Duldung seiner Regierung durch die kommunistische Partei KSCM angewiesen. Auch eine Koalition wäre nach Meinung von Beobachterin in Prag eine Option. Den Kommunisten werden nach den jüngsten Umfragen 12,5 Prozent der Stimmen zugetraut.

Die KSCM präsentiert sich als eine Protestpartei für die Zu-kurz-Gekommenen. „Viele Menschen im ländlichen Bereich lernen die Früchte der europäische Integration kennen und sind daher empfänglich für die Botschaften der Kommunisten“, sagt der politische Analyst. Eine Stimme für die Kommunisten sei ein „Ausdruck des Protests“. Der KSCM-Parteichef Vojtech Filip gilt als politischer Betonkopf. Er fordert den Austritt der Tschechischen Republik aus der NATO. Darin unterscheiden sich die Kommunisten von den Sozialdemokraten. Der tschechische Präsident Zeman hatte sich frühzeitig für eine sozialdemokratische Regierung mit kommunistischer Duldung ausgesprochen.

In Prag sorgen unterdessen populistische Parteien für eine Verunsicherung. Seit der Revolution von1989 hat die Frustration der Bürger in dem EU-Land ein Ausmaß angenommen wie niemals zuvor. Für die Politiker haben viele nur noch Hohn und Spott übrig. Immer wieder gibt es skurrile Kampagnen in diesem emotionalen Wahlendspurt. „Plappermaul, Faulpelz und untreuer Ehemann“ heißt es auf Plakatwänden in Südmähren über den Vize-Chef der Sozialdemokraten, Michal Hasek. Der CSSD-Politiker ist stinksauer: „Das ist eine ungeheuerliche Schweinerei.“

Ein Profiteur der Enttäuschung könnte die neue Partei ANO des Milliardärs Andrej Babis werden. „Mit ehrlicher Arbeit zu Milliarden“ lautet der sarkastische Slogan einer Kampagne des 59-Jährigen. Trotz eines schrillen Wahlkampfes könnte der populäre Babis für eine Überraschung am Wochenende sorgen. Ähnlich wie der Newcomer und Milliardär Frank Stronach in Österreich könnte er mit seiner populistischen Mitterechtspartei auf Anhieb den Sprung ins Parlament schafften. Ihm werden über zehn Prozent zugetraut. In Tschechien gilt die Fünf-Prozent-Schwelle.

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  • --@ NeoPianist

    sagen wir mal so, ich war die Jahre über in Praha mit Menschen eng zusammen, die im alten Regime mit den Spitzenpolitikern dieser Welt im direkten Kontakt standen und mit den östlichen Spitzenpolitikern per DU waren. Außerdem war ich Mitglied einer Gruppe, wo auch Pan Havel regelmäßig verkehrte. Neben den sonst oft schwer zugänglichen Informationsquellen habe ich meine Informationen von den o.g. Personen.

    Ikommen Sie etwa aus den unteren Schichten, wo man nur das glaubt, was man in den normalen Medien / Schule vorgesetzt bekommt ?

    Generell hat mir ein Spitzenpolitiker das mal so erklärt.

    Früher (also bis zum 2. WK) stand der Erfolg der Tschechoslowakei auf 3 Beinen:
    - den Deutschen als Unternehmer und Ingenieure
    - den Juden als Banker und Kaufmann
    - den netten Tschechen

    Dann kamen die Deutschen und vertrieben die Juden, danach haben die Russen und die Tschechen die Deutschen vertrieben und alleine sind die Tschechen nicht wirklich lebensfähig. Und wenn ich mir den „Erfolg“ der CZ mal so ansehe, muss ich echt sagen, der gute Mann hatte recht.

    In den letzten Jahren war ich oft in Optimierungsprojekten von Firmen aus CZ und SK involviert und sag dann auch, dass die Firmen aus SK extrem kooperativ und lernwillig sind. Die Firmen aus CZ sind oft störrisch und wollen nicht zuhören. Das ist auch der Grund warum man sich immer mehr aus der CZ zurück zieht und lieber nach SK, Ukraine oder Rumänien geht. Wir haben es als dt. Firma nicht nötig, dass wir uns mit den störrischen Tschechen herum ärgern.

    Das ist mit wenigen Worten der Grund, warum die CZ langsam den Bach herunter rutscht. Selbst die sonst so zahlreichen Besucher von Praha haben keine Lust auf ein Wiederkommen, denn so etwas muss man sich nicht noch einmal antun.

  • Alles dieser EUR-ZONE nicht befürwortende wird als Populistisch, Demokratiefeindlich bis Nazi geschimpft.

    In unserem Land, mit der Marionetten-Regierung, mit dem selig angenommenen Fremddiktat,
    erklärt/beweist sich die „Umbesetzung der Marionetten“ insb. vieler Länderparlamente
    aus dieser Klage gegen die "Verfassungsfeindliche Partei" NPD,
    deren Verfassungsfeindlichkeit, nach Bedenken der Gerichte wegen der Verquickung staatlicher Stellen, nun aus Zeitungsschlagzeilen und Artikeln bewiesen werden soll!

    Welche Bundesländer setzen sich dafür ein?

    VERFASSUNGSFEINDE & Verfassungsfeindlich sieht so aus:
    - Vorratsdatenspeicherung
    - Hatz4 Sätze
    - Asylgeld
    - Sicherungsverwahrung
    - Terrorismusdatei / Rechtsextremismusdatei
    - Wahlgesetze zur EU Wahl
    - Wahlrecht
    1. § 6 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2a […] des Grundgesetzes unvereinbar.
    § 6 Absatz 5 des Bundeswahlgesetzes […] ist nach Maßgabe der Gründe mit Artikel 21 Absatz 1 und Artikel 38 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes unvereinbar.

    -http://www.buzer.de/gesetz/10279/a177450.htm

    vom Bundestag & Bundesrat VERFASSUNGSFEINDE
    gewählte/abgestimmte Gesetze!!


    Nicht aus Spielerei sind vom M.f.S die Antifa-SA aus Restbeständen der FdJ/Stasi gegründet worden, um im Land eine Bürgerbewegung/“Demokratie“ zu simulieren,
    um damit den Vorstellungen dieses im Hintergrund agierenden M.f.S (selbst nur Marionetten)
    als der lenkender Kopf der Linksextremisten bis GENDER-Terroristen, im Land durch „Bewegungen“ PRO-Bund/Stadt/Land, Feminist, S21, die Schlagzeilen + Fotomaterial für den Nazi-Westen und „Begründung“ für die schleichende Umwandlung zu liefern.

    Mehr als einen Fuß in der Tür hat man bei (LINKEN, Piraten, insb auch den Parteijugend GRÜNE, PDS (ex-CDU) „Behörden“, Verwaltungen, Gewerkschaften, Presse + auch in den neuen Parteigründungen versucht man mit eigenes Klientel zu besetzen! - alle größere Gruppen/Verbände, werden durch Erpressung, Einschüchterung, Geld die Schlüsselpostionen besetzt.

    Die „Behörden“ haben es bei d

  • Nach Ihrer Angabe haben Sie viele Jahre in Prag gelebt. Dafür vergessen Sie, wichtige Fakten zu erwähnen. Zum Beispiel, dass dem Massaker von der Seite der Tschechen eine langjährige Unterdrückung von der Seite des NS-Deutschlands voranging. Verhaftungen und Ausbeutung waren auf der Tagesordnung. Darüber hinaus wurden viele tschechische Bürger in NS-Lager geschickt. Wenn Sie das 'fast ohne Schaden' nennen, dann bitte.
    Sie sollte sich auch über die Trennung der Tschechoslowakei im Klaren sein, bevor Sie so etwas schreiben. 'Echt böse ausgetrickst' trifft meiner Meinung nach gar nicht zu. Die Slowaken wollten selbst aus der Föderation austreten und die tschechische Regierung hat Ihnen diese Möglichkeit gewährt, und zwar ohne Gewalt oder Widerstand. Die Slowakei bekommt sogar noch bis heute erhebliche Hilfe von Tschechien, sei es nun kostenfreies Studium in Tschechien für die Slowaken, oder andere Sonderrechte. Darüber, dass die Tschechen die Slowakei nach dem 1. WK von einem armen Agrarstaat in ein verhältnismäßig selbständigen Staat entwickelt haben, möchte ich an dieser Stelle gar nicht weiter sprechen.
    Und zu guter Letzt, Sie haben wohl nicht allzu lange in Prag gewohnt, wenn Sie die Slowakei für unsere 'südlichen Nachbarn' halten.

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