Wahlen für ungültig erklärt
Burdschanadse warnt vor wirtschaftlichem Kollaps

Die Übergangspräsidentin Georgiens, Nino Burdschanadse, hat am Dienstag die Mitarbeiter ihres Vorgängers Eduard Schewardnadse um loyale Zusammenarbeit gebeten. Sie befürchte den wirtschaftlichen Zerfall des Landes, erklärte sie. Personalfragen würden auf die Zeit nach der Präsidentenwahl verschoben.

HB TIFLIS. Das Parlament in der alten Zusammensetzung wollte am Dienstag den Termin für die Präsidenten- und Parlamentswahl festsetzen.

Am Mittag trat der Staatsminister im Range eines Regierungschefs, Awtandil Dschorbenadse, von seinem Amt zurück. Er begründete seinen Schritt damit, dass er mit einem Verbleib im Amt „nicht die Lage im Land verschärfen“ wolle. Zuvor schon hatte ihn Burdschanadse indirekt zum Rücktritt aufgefordert. Vor ihm war bereits Innenminister Koba Nartschemaschwili, ebenfalls Mitglied aus der Führungsriege Schewardnadses, zurückgetreten.

Das Oberste Gericht erklärte unterdessen einen Teil der umstrittenen Parlamentswahl vom 2. November für ungültig. Ungültig seien die 150 anhand von Wahllisten der Parteien vergebenen Mandate, entschied das Gericht in Tiflis. 85 Direktmandate seien von dem Urteil nicht betroffen, meldete die Agentur Interfax. Schewardnadse war am Sonntag nach anhaltenden Protesten der Opposition zurückgetreten.

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