Wahlen in Iran: Ahmadinedschad setzt auf seinen Berater

Wahlen in Iran
Ahmadinedschad setzt auf seinen Berater

Mitte Juni wählen die Iraner einen neuen Präsidenten, und das Feld der Bewerber ist noch offen. Amtsinhaber Ahmadinedschad will seinen engen Berater Maschaei als Kandidaten durchsetzen.
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TeheranBei einer Feier zum iranischen Neujahrsfest vergangene Woche überließ der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad seinem Stabschef das Rampenlicht. Die Geste der Bescheidenheit des sich üblicherweise gern selbst in Szene setzenden Präsidenten war Programm: Ahmadinedschad will seinen bevorzugten Berater Esfandiari Rahim Maschaei unbedingt als Kandidaten für die Präsidentenwahl im Juni durchsetzen und damit für eine letzte große Überraschung seiner Amtszeit sorgen.

Maschaei ist seit langem ein enger Berater Ahmadinedschads, und seine Tochter ist mit dem Sohn des Präsidenten verheiratet. Er steht loyal zu Ahmadinedschad, und dies dürfte einer der Hauptgründe dafür sein, dass die geistliche Führung Irans ihn ablehnt. Um Maschaei auf die Kandidatenliste zu bekommen, muss Ahmadinedschad erreichen, was er bislang nicht geschafft hat - als Sieger aus einer Konfrontation mit dem obersten geistlichen Führer Ayatollah Ali Chamenei und den anderen Hütern der Islamischen Republik hervorzugehen. Versuche Ahmadinedschads in den vergangenen Jahren, den Einfluss seines Büros auf wichtige Entscheidungen der Führung zu vergrößern, scheiterten jedes Mal.

Zum Ende seiner achtjährigen Amtszeit erscheint er daher geschwächt. Viele seiner Verbündeten sitzen im Gefängnis oder wurden in die politische Bedeutungslosigkeit gedrängt. Auch Maschaei ist bei der Geistlichkeit nicht gut gelitten. Er wird als Teil einer „abweichlerischen Strömung“ gesehen, die die islamische Führung des Irans untergraben wolle und die Werte des vorislamischen Persiens hochhalte. Maschaei wurde in Gerüchten sogar mit Schwarzer Magie in Verbindung gebracht, mit der er versuche, Ahmadinedschads Urteilsvermögen zu beeinträchtigen.

Allgemein gelten seine Chancen, für die Wahl zugelassen zu werden, daher als äußerst gering. Die regierenden Geistlichen überprüfen alle Kandidaten und setzen dieser Theorie zufolge für die Nachfolge des eigene Interessen verfolgenden Ahmadinedschads auf loyale Bewerber. Mit anderen Worten: Freunde Ahmadinedschads brauchen gar nicht erst anzufragen. Doch scheint Ahmadinedschad davon unbeeindruckt. Er versucht seit Jahren, Maschaei als seinen potenziellen Nachfolger aufzubauen und will nun offenbar keinen anderen, weniger umstrittenen Politiker unterstützen. Er trat zuletzt häufig gemeinsam mit Maschaei auf und scheint dabei auf seine eigene Volksnähe zu setzen, um den Wächterrat davon zu überzeugen, dass sein Schützling zu prominent ist, um abgelehnt zu werden.

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Ahmadinedschad setzt auf seinen Berater

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„Ahmadinedschad will nicht mit einem Wimmern abtreten“

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  • Unterschwellig widersprechen sich unsere medien!!
    einerseits berichten medien, dass die geistlichen stets das sagen hätten...
    anderseits dieser artikel hier, der offensichtlich achmadinejads mitwirkungsrechte so lächerlich darstellen will.

    ehrlich ihr geht mir aufm sack mit euren heimlichen unterschwelligen lügen!

  • ANTW. auf:31.03.2013, 09:03 UhrRegistriertes MitgliedSANTOS
    Ahmadinedschad setzt auf seinen Berater
    "Die Welt aber die Tatsachen absichtlich verkennt...
    und nötige Schritte verpennt" Welche nötige Schritte zB? Aufhebung von Sanktionen zum eigenen Nutzen und so? Was auch immer hätte bislang nötig gewesen sein sollen und ist nicht unternommen worden, ist nicht möglich gewesen. Deswegen. Einen anderen Grund für die Unterlassungssünde existiert nicht. ES ist nicht möglich gewesen die "notwendigen Schritte" zu unternehmen. Sonst hätten die Erdölgierigen sie unternommen. Selbst dann wenn nur die Hälfte der Angreifer - der Militärangriff ist doch gemeint? - hätten selbst den Persergolf aus eigener Kraft verlassen können, nach dem ein Herrschaftssystem über die Richtümer dortunten im Mullahstaat verankehrt geworden wäre. Ich bin der Ansicht, DIE sind, mehr als 10 hoch 10 X und mehr, kluger als ich. Bedürfen meinen Ratschlag nicht.
    Mit den besten Grüßen
    Mit den besten Grüßen und empfehlungen.

  • Hätte die USA nicht den Shah in Amt und Würden gebracht, obwohl zuvor eine quasi-demokratische Regierung - aber nicht zu Willen der Usa und UK - im Amt war, sähe das alles heute ganz anders aus.
    Nennt man Fehlallokation, wie letzlich auch im Irak, wo es drunter und drüber geht.

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