Wahlen in Russland
Deutsche Wirtschaft blickt skeptisch auf Putins Rückkehr

Die erwartete neue Amtszeit von Wladimir Putins beurteilen deutsche Unternehmen nicht einheitlich. Die einen rechnen mit positiven Effekten, die anderen fürchten eine Verschlechterung der Geschäftsklimas.
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BerlinDie erwartete Rückkehr des russischen Regierungschefs Wladimir Putin in den Kreml löst in der deutschen Wirtschaft gemischte Gefühle aus: „Wir sehen dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Jens Nagel vom Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA). „Die Exporte steigen sehr stark, aber es könnte weitaus besser sein, wenn Russland sich endlich modernisieren würde.“ Der weltgrößte Energie-Produzent steht vor der Herausforderung, seine rückständige Wirtschaft zu reformieren und diversifizieren. Dazu muss Russland seine Abhängigkeit von Öl- und Gasausfuhren vermindern, die 65 Prozent aller Exporte des Landes und mehr als die Hälfte der Staatseinnahmen ausmachen.

Schon Präsident Dmitri Medwedew war mit dem Ziel einer radikalen Modernisierung angetreten, aber gescheitert. Er sagte der geringen Produktivität den Kampf an und setzte auf die Förderung innovativer Technologien wie etwa IT, erneuerbare Energien und Medizintechnik, um Russland neu auf dem Weltmarkt zu positionieren - allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Auch Putin werde sich im erwarteten Fall seiner Wahl zum Präsidenten am Sonntag als Modernisierer präsentieren, erwartet Außenwirtschaftsexperte Nagel. Wenn Russland weiterhin nur auf Öl- und Gas setze und es nicht schaffe, eine wettbewerbsfähige Wirtschaft herauszubilden, werde das Land
aber „gnadenlos in der Globalisierung“ zurückfallen, so Nagel.

Volkswirten zufolge muss Putin bei der Umsetzung seiner Versprechen aufs Tempo drücken: Das Wirtschaftswachstum hat sich seit der globalen Krise 2008/09 auf jährlich noch rund vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) eingependelt. Der tiefste Einbruch wurde 2009 verzeichnet, als die Wirtschaft um knapp acht Prozent schrumpfte. Zuvor waren Wachstumsraten um sechs bis sieben Prozent erreicht worden. Allerdings ist Russland fast schuldenfrei: Die Staatsverschuldung liegt bei zehn Prozent des BIP. Russland verfügt zudem über Zentralbankreserven von einer halben Billion Dollar - die drittgrößten der Welt.

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  • Weil die deutschen amerikanische arschkriecher sind deswegen gefält deutschen das nicht.Hoffendlich regiert der Putin sein lebenlang egal ob im vorder od hintergrund er hat russen viel gejolfen und jetzt soll er gehen nur weill das amerikanern nicht gefällt scheiß USA

  • 30% rechnet mit posiiven Veränderungen bei einer Präsidentschaft Putins. 25% erwartet das Gegenteil. 45% sieht keine Veränderung. Warum dann "Deutsche Wirtschaft blickt skeptisch auf Putins Rückkehr?"
    Ich würde es eher als positive bis neutrale Sichtweise definieren. Also eine realistische Betrachtung und die ist auch angemessen und richtig. Man hat Geschäftspartnern nicht vorzuschreiben, wie sie ihre innere Politik betreiben sollen, bei den Chinesen hat man es klugerweise auch so ziemlich aufgegeben.

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