Wahlkampf belastet Koalitionsverhandlungen
Enges Rennen um Polens Präsidentenamt

Drei Tage vor der Stichwahl am Sonntag ist das Rennen um das Amt des polnischen Staatspräsidenten noch offen.

HB WARSCHAU. Nach letzten Umfragen wird Donald Tusk von der liberal-konservativen Bürgerplattform mit 55 Prozent der Stimmen gewinnen. Seinem Gegner Lech Kaczynski, Chef der katholisch-nationalistischen Gerechtigkeitspartei, werden 44 Prozent zugetraut. Doch haben sich die Prognosen der polnischen Demoskopen schon bei der Parlamentswahl am 25. September als wenig verlässlich erwiesen.

Die Parteien von Tusk und Kaczynski hatten auch die Parlamentswahl Anfang des Monats gewonnen und wollen eine Mitte-rechts-Regierung bilden. Die Koalitionsverhandlungen waren im Vorfeld der Präsidentenwahl nicht richtig in Gang gekommen.

Im Kampf um das Präsidentenamt haben sich seit dem ersten Wahlgang vor zwei Wochen zwei große Lager unter den Wählern herausgebildet. Auf der einen Seite stehen die Wähler der Gerechtigkeitspartei von Kaczynski, die durch Anhänger der radikalen Bauernorganisation „Selbstverteidigung“, der extrem rechten „Liga der polnischen Familien“ und der Bauernpartei PSL Unterstützung bekommen werden.

Tusk und seine Bürgerplattform könnten dagegen vom Scheitern sozialdemokratischer Kandidaten in der ersten Runde profitieren. Generell genießt Tusk vor allem die Zustimmung der sozial Bessergestellten, der Bewohner der größeren Städte und der jungen Leute. Kaczynski ist populär bei den älteren Leuten, in ländlichen Regionen und bei sozial Schwächeren. Die Wahlbeteiligung, so die Demoskopen, werde bei 50 Prozent liegen.

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