Wahlkampf in Bolivien
Jedi Morales

Boliviens Präsident Evo Morales ist stets für eine Überraschung gut: In einem nun veröffentlichten Werbespot tritt er als Stars-Wars-Krieger auf, der glorreich gegen das Imperium kämpft – den Kapitalismus.
Trailer El Despertar del #Sí Bolivian Wars

El Despertar del #SÍEstreno: 21FProtagonistas: Tú, él, ella, todos nosotros que luchamos contra el Imperio y que buscamos un mejor futuro. Únete a la fuerza positiva de la fuerza, al lado del #SÍ.Dile #NO al lado oscuro del pasado, el retraso, la pobreza y la maldad.

Posted by Si bolivia on Montag, 21. Dezember 2015

La PazBoliviens Präsident Evo Morales ist immer für eine Überraschung gut. In einem zu Weihnachten veröffentlichten Werbespot tritt er als Stars-Wars-Krieger auf, der glorreich gegen das Imperium kämpft. Damit meint der Sozialist den Kapitalismus, aber auch frühere, neoliberal ausgerichtete Präsidenten, die das Land nach Meinung vieler Bürger an das Ausland verkauft wollten. So taucht Ex-Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada als Darth Vader auf.

Der Spot „Bolivian Wars“ wirbt für eine Ja bei einem Referendum, das ihm eine Wiederwahl über 2019 hinaus ermöglichen soll. „Du, er, sie, wir alle kämpfen zusammen gegen das Imperium und suchen eine bessere Zukunft“, lautet der Slogan. Eine Ablehnung der Verfassungsänderung bedeute Rückschritt, Armut - und ein Rückfall in dunkle Zeiten.

Die Bürger entscheiden am 21. Februar, ob dem seit 2006 amtierenden Morales eine Wiederwahl erlaubt wird, dann könnte er theoretisch bis 2025 im Amt bleiben. Seit dem 21. Oktober ist er der am längsten amtierende Präsident Boliviens seit der Unabhängigkeit 1825.

Bei der Amtsübernahme wegen seiner Streifenpullover belächelt, hat der frühere Kokabauer vom Stamm der Aymara Infrastruktur und Sozialprogramme konsequent ausgebaut - dank der Einnahmen aus der Verstaatlichung des Erdgassektors. Neben neuen Straßen und Flughäfen bekommt zum Beispiel die Andenmetropole La Paz das größte urbane Seilbahnnetz der Welt. Zudem setzte er eine Verfassung durch, die allen Ethnien gleiche Rechte einräumt, was Papst Franziskus bei seinem Besuch im Juli ausdrücklich lobte. „Wie viel Freude bereitet es uns zu wissen, dass das Spanische, das in diese Länder gebracht wurde, heute mit 36 indigenen Sprachen zusammenlebt“, so der Papst.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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