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Wahlkampf: Zwei Sex-Sünder wollen in New York an die Macht

Eliot Spitzer stürzte über Prostituiertenbesuche, Anthony Weiner über Nacktfotos. In New York wollen beide trotzdem die höchsten Ämter – und hoffen auf eine zweite Chance. Doch ein neuer Skandal könnte alles zerstören.

New YorkAmerikanische Wähler haben strenge Anforderungen an einen Politiker. Dazu gehört es, ein liebevoller Ehemann und Familienvater zu sein, in die Kirche zu gehen und ansonsten ein skandalfreies Leben zu führen. Wer da nicht reinpasst, hat es schwer. Amerikanische Wähler haben aber auch noch eine weitere, faszinierende Eigenschaft: Sie können verzeihen. Man kann tief stürzen – aber wer genug leidet und sich ehrlich entschuldigt, darf auf eine zweite Chance hoffen.

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Dieses Gesetz galt bislang auch für Anthony Weiner, der 2011 über einen peinlichen Sex-Skandal stürzte und trotzdem gute Chancen hat, den scheidenden Michael Bloomberg als Bürgermeister von New York zu beerben. Zumindest bis zum Dienstag: Denn seitdem neue Nacktfotos und anzügliche Texte bekannt wurden, die er noch nach seinem Rücktritt an junge Frauen verschickt hatte, stellt der 48-Jährige die Wähler auf eine harte Probe: Er bittet nun um eine dritte Chance.

New Yorker Bürgermeisterkandidat US-Politiker Weiner gesteht weitere Sex-Eskapaden ein

Der Sexskandal um den Bürgermeisterkandidaten Anthony Weiner weitet sich aus: Neue Fotos und Nachrichten seiner Netz-Affären sind aufgetaucht. Weiner gibt die Eskapaden zu – bittet die New Yorker um eine zweite Chance.

Der ohnehin skurrile Wahlkampf in New York ist damit um eine peinliche Episode reicher. Denn nicht nur ein ehemaliger Sex-Sünder tritt zur Wahl an. Auch Eliot Spitzer ist wieder da, der noch viel schlimmer gesündigt hatte: Der 54-Jährige war 2008 nach einem Prostituierten-Skandal als Gouverneur zurückgetreten. Nun bewirbt sich der ehemalige „Sheriff der Wall Street“ um das einflussreiche Amt des Rechnungsprüfers.
Weiner und Spitzer, die so genannten „Tabloid Twins“ („Klatschpresse-Zwillinge“), erhoffen sich ein Comeback in New York, um ihre politischen Karrieren neu zu starten. Dazu müssen sie im September zunächst die Vorwahlen der Demokraten überstehen, doch derzeit liegen sie beide vorn: Weiner führt laut einer Umfrage der Quinnipiac University von Mitte Juli mit 25 Prozent vor Stadtratssprecherin Christine Quinn. Und Spitzer liegt im Rennen um das Amt des Rechnungsprüfers mit 48 Prozent deutlich vor dem blassen Bezirksbürgermeister von Manhattan, Scott Stringer (33 Prozent).

Doch zumindest für Weiner könnte sich das mit dem Vorsprung rasch ändern. Das ganze Land war am Dienstag in Aufregung, als neue pikante Texte und Fotos im Internet die Runde machten. Als „Carlos Danger“ – ausgerechnet – hatte der Familienvater noch im vergangenen Sommer mit einer 22-Jährigen geflirtet und ihr intime Bilder geschickt. Genau wegen solcher Online-Beziehungen war der einstige Hoffnungsträger der Demokraten 2011 zurückgetreten. Damals hatte er bereits angekündigt, dass weitere Fotos im Umlauf seien und irgendwann bekannt werden würden.

  • 24.07.2013, 22:46 Uhrlensoes


    Lieber zwei Amis mit "Pufferfahrung" als ein 100.000 DM berufsmässiger Antidemokrat.

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