Wahlkampfauftakt in Ägypten
Mubarak verspricht Reformen

In Ägypten hat am Mittwoch offiziell der Wahlkampf für die in drei Wochen anstehenden Präsidentschaftswahlen begonnen. Ein Sieg von Präsident Husni Mubarak (77) gilt als sicher, außer ihm treten aber noch neun weitere Kandidaten an.

HB KAIRO. Mubarak versprach in einer im Fernsehen übertragenen Rede am Abend politische, soziale und wirtschaftliche Reformen. Die angespannte Lage im Nahen Osten erfordere eine starke Führung, „die die heikle Balance zwischen Sicherheit und Fortschritt in unserem Land halten kann“. Die traditionsreiche Wafd-Partei erklärte, sie und ihr Kandidat Noaman Gomaa gingen „in die Schlacht, um den ersten Platz zu besetzen“.

Die US-Regierung hat die ägyptische Führung aufgefordert, ausländische Wahlbeobachter zuzulassen, was allerdings auch unter den Oppositionsparteien umstritten ist. „Auf Grund ihrer großen Erfahrung mit Wahlfälschung in diesem Land sind die Ägypter am besten qualifiziert, um die Wahl zu beobachten,“ sagte der stellvertretende Parteivorsitzende der Wafd-Partei, Mohammed Abasa. Einige Oppositionsgruppen haben zum Wahlboykott aufgerufen, weil sie meinen, dass Oppositionskandidaten keine faire Chance erhalten werden.

Am 7. September werden die ägyptischen Wähler erstmals mehrere Kandidaten auf dem Stimmzettel finden. Bislang hatte sich Mubarak, der seit der Ermordung seines Vorgängers Anwar al-Sadat 1981 amtiert, lediglich alle sechs Jahre per Referendum im Amt bestätigen lassen.

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