Wahlkommission
Karsai bei Afghanistan-Wahl nur knapp vorne

Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Afghanistan: Nach Veröffentlichung der ersten Ergebnisse der Präsidentschaftswahl liegt Amtsinhaber Hamid Karsai nur knapp vorne.

HB KABUL. Die Unabhängige Wahlkommission (IEC) teilte am Dienstag mit, Karsai habe 212 927 und damit 40,6 Prozent der bisher ausgezählten Stimmen erhalten. Sein wichtigster Herausforderer, der frühere Außenminister Abdullah Abdullah, habe bislang 202 889 oder rund 38,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können. Die IEC veröffentlichte nach eigenen Angaben das Ergebnis von 524 444 Stimmen aus 21 der 34 Provinzen. Die IEC teilte mit, das entspreche rund zehn Prozent der abgegebenen Stimmen.

Die Zahl der Beschwerden über Manipulationen bei der Abstimmung vom vergangenen Donnerstag stieg unterdessen sprunghaft an. Die von den Vereinten Nationen unterstützte Beschwerdekommission (ECC) teilte am Dienstag mit, 790 Einwände seien seit dem Wahltag bei ihr eingegangen. 54 Vorwürfe hätten „hohe Priorität“ und könnten den Wahlausgang beeinflussen. Am Sonntag waren es noch 225 Beschwerden über den Verlauf der Abstimmung sowie die Stimmenauszählung gewesen, davon 35 mit der „Priorität A“.

Beide Spitzenkandidaten hatten schon kurz nach der Abstimmung vom 20. August den Sieg für sich beansprucht. Finanzminster Hasrat Omar Sachilwal hatte noch am Montagabend unter Berufung auf Karsais Wahlkampfteam erklärt, der Amtsinhaber sei mit fast 70 Prozent bereits im ersten Durchgang wiedergewählt worden. Die Wahlkommission will von nun an täglich Teilergebnisse bekanntgeben. Mit Endergebnissen ist allerdings nicht vor Mitte oder Ende September zu rechnen.

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