Wahlsiegerin kündigt Kurswende an

Grönland bohrt gigantischen Rohstoffschatz an

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Gold, Titan, seltene Erden

Grönlands Politiker und der Geologische Dienst von Dänemark und Grönland sehen die Insel nun an der Schwelle von der Exploration hin zu vielversprechenden Minenprojekten. Derzeit gibt es nur eine produzierende Mine, die Nalunaq-Goldmine, die von 2004 und 2008 Gold förderte, dann ein Jahr stillgelegt wurde und seit 2010 wieder Edelmetall liefert.

Vorübergehend außer Betrieb genommen wurden Minen wie die Seqi-Olivinmine bei Nuuk, die Zink-Blei-Mine Maarmorilik Black Angel und die Molybdän-Mine bei Malmbjerg an der Ostküste, die bei günstiger Marktlage wieder produzieren können. Für Black Angel ist dies bereits vorgesehen. Sehr weit fortgeschritten im Genehmigungsprozess sind neben der Citronen-Fjord-Mine Pläne für den Abbau von Seltenen Erden bei Kringlirne an der Südspitze Grönlands, für die Erschließung des Eisenerzlagers Isua bei Nuuk und von Rubin -, Eisen-, Titan- und Vanadium-Lagerstätten im Südwesten.

Grönland rechnet sich Chancen aus, mit Kringlirne und anderen Depots einer der großen nicht-chinesischen Lieferanten der für die Hightech-Industrie wichtigen Seltenen Erden zu werden. In küstennahen Gewässern – etwa zwischen Grönland und Kanada – werden Öl- und Gasvorkommen vermutet.

Grönland verfüge über ein „auch im Weltmaßstab“ sehr großes Rohstoffpotenzial und dürfte langfristig zu einem wichtigen Rohstofflieferanten werden, urteilt die DERA.

Aber der Weg dahin ist weit. Der Bergbau in Grönland erlebt seit 100 Jahren ein Auf und Ab. Minen wurden eröffnet und geschlossen, sei es, weil die Lagerstätten erschöpft waren oder die Weltmarktpreise die Förderung unrentabel machten.

Aber für die Insel, deren Bruttoinlandsprodukt 2009 gerade einmal bei 1,9 Milliarden US-Dollar lag, werden auch einige wenige Minen, die in den kommenden Jahren eröffnet werden könnten, einen beträchtlichen Schub im Bruttoinlandsprodukt und viele Arbeitsplätze bedeuten.

Mit Material aus den Agenturen

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7 Kommentare zu "Wahlsiegerin kündigt Kurswende an: Grönland bohrt gigantischen Rohstoffschatz an"

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  • Ich denke das grösste Problem für die Grönländer wird die Zerstörung Ihrer Natur sein, hauptsächlich durch den Uranabau! Die leben ja von der Robbenjagd etc. Damit greifen sie dem Klimawandel ein gutes Stück vor und rationalisieren sich selbst weg!

  • @Radiputz
    ja, das HB ist offenbar vom Mißerfolg seiner Klima-Kampagne frustriert, unter anderem auch wegen des unkooperativen und politisch völlig unkorrekten Wetters - ops, "Klima" meine ich natürlich.

    Sie gehen daher jetzt offenbar zur Guerilla-Technik über (oder sollen wir es Wadenbeißer-Taktik nennen?): in völlig unverdächtigen Artikeln werden Hinweise auf die angebliche Klimaerwärmung, quasi Schleichwerbung, platziert. Ideologen geben eben ungern auf, auch wenn man ihnen immer wieder auf die Finger klopft. Wir klopfen genauso beharrlich weiter, liebe Redaktion!

  • So funktioniert Demokratie. Man verspricht dem dummen Bürger Wohlstand und Freiheit ohne Arbeit. Das geht natürlich nie in Erfüllung. Trotzdem winkt die Belohnung in Form der Mehrheit. :-) Genauso, regieren die Clowns in Europa schon seit etwas mehr als 60 Jahren. Das Problem: Irgendwann will kein Dummkopf die Schuldscheine mehr kaufen. Dann druckt man noch ein paar Jahre Geld und kauft die Schulden damit, bis das System endgültig zusammenbricht.

  • Komisch, dass die in Grönland glauben unabhängig bleiben zu können, wenn sie Bergbaufirmen Schürfrechte einräumen. Damit fängt der Zahlemann der Regierung ja erst an, um die Umweltschäden zu egalisieren. Wie doof sind die Grönländer?

  • Verdammt, hier ist es heute so kalt wie im März 1963 als Rhein und Bodensee zugefroren waren. Ich kann mich gut erinnern.
    Wenn Grönland auftaut, frieren wir hier offenbar zu.
    Je "wärmer" es wird, desto kälter wird es.
    Das nennt man "coincidentia oppositorum"
    Das Klima ist "komplex" LOL

  • In Grönland enthalten viele mineralische Erze ähnlich wie im Erzgebirge Uran in recht hoher Konzentration. Die vorangegangene Regierung fand das ganz furchtbar so dass einige Minenprojekte unterblieben.

    Das hat nichts mit dem Klimawandel zu tun, der dafür gesorgt hat, dass es keinen Schnee mehr in Deutschland gibt*.

    Vandale

    *Ende der 90er Jahre hatten die Klimaschwindler vorhergesagt, dass es in Kürze keine kalten schneereichen Winter mehr in D gäbe.

  • Die machen's richtig: Sich erst jahrzehntelang von Dänemark und der EU päppeln lassen und wenn Reichtum droht schnell die EUdssr verlassen.

    Am Ende bleibt nur ein Depp als Zahlmeister zurück: D!

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