Wahlversprechen: Hollande hält an Reichensteuer fest

Wahlversprechen
Hollande hält an Reichensteuer fest

Die Sozialisten halten weiterhin an der versprochenen Reichensteuer fest. Die Abgabe für Einkommensmillionäre soll nun von den Unternehmen direkt gezahlt werden - 75 Prozent des Gehaltes über einer Million.
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Paris

Frankreichs Präsident François Hollande hält an der umstrittenen Reichensteuer für Einkommensmillionäre fest. Allerdings will er die Steuer nun direkt von den Unternehmen holen. „Die Unternehmen werden die Steuer in Höhe von 75 Prozent auf Einkommen von mehr als einer Millionen Euro zahlen“, kündigte der Staatschef am Donnerstagabend im Interview mit dem TV-Sender France 2 an. Jenseits davon schloss Hollande zusätzliche Steuern für dieses und nächstes Jahr aus

Die Reichensteuer war eines der zentralen Versprechen der Sozialisten im Wahlkampf. Die ursprüngliche Regelung war allerdings Ende Dezember kurz vor Inkrafttreten vom Verfassungsrat gekippt worden. Das oberste französische Gericht hatte moniert, die geplante Steuer beziehe sich auf einzelne Personen statt auf einen gesamten Haushalt.

Die Reichensteuer ist laut Hollande für zwei Jahre vorgesehen und soll von 2014 an greifen. Betroffen sind nach bisherigen Angaben etwa 1500 Franzosen, die im Schnitt 150 000 Euro zusätzlich an jährlichen Steuern bezahlen müssten. Die Sondersteuer sollte Einnahmen von rund 210 Millionen Euro pro Jahr bringen.

Die Verwaltung in Frankreich soll nach dem Willen Hollandes radikal vereinfacht, Behördenanforderungen an Unternehmen deutlich reduziert werden. Beitragszeiten für die Rentenversicherung sollen ausgeweitet werden. Bei höherer Lebenserwartung müsse die Beitragszeit länger werden, sagte Hollande.

Bis Juli will der Präsident die Zahl der französischen Soldaten in Mali von aktuell 4000 auf 2000 reduzieren. Im selben Monat soll nach Vorstellung Hollandes in dem westafrikanischen Land gewählt werden. „Wir werden da hartnäckig sein“, sagte Hollande.

Das von der EU vereinbarte Waffenembargo gegen Syrien will Frankreich nun doch respektieren. Notwendig sei die Gewissheit, dass Waffen in die Hände von legitimen Oppositionskräften gerieten und nicht in terroristisches Umfeld. „Im Moment haben wir diese Sicherheit nicht“, sagte Hollande.

Gut zehn Monate nach Amtsantritt steckt Hollande im Umfragetief. Mit 51 Prozent sehen mehr als die Hälfte seiner Landsleute in ihm einen „schlechten Präsidenten“. Nur 22 Prozent geben dem Staatschef gute Noten, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Instituts CSA für den französischen Sender BFMTV ergab. Das Meinungsforschungsinstitut befragte am 26. und 27. März per Internet 961 repräsentativ ausgewählte Menschen in Frankreich.

Kommentare zu " Wahlversprechen: Hollande hält an Reichensteuer fest"

Alle Kommentare
  • M. Hollande betreibt Konkursverschleppung.

  • SOZIALISTEN werden nie und nimmer kapieren, dass sie mit Geld oder Steuergeld, das sie anderen stehlen, selbst nichts anzufangen wissen..!
    Wenn Hollande und seine Roten so weiter machen, wird Frankreich immer weiter und tiefer in den Sumpf durch den nach unten ziehenden Sog geraten..!
    Da hilft dann auch kein noch so hoch gehebelter EZB-Geldfluss mehr - und die Pleite rückt wie eine tickende Uhr immer näher..!

  • stereotypes gekreische

    weder hat sich unser bundesrepublikanisches wirtschaftssystem für das untere drittel als erfolgreich erwiesen ,noch ist für das mittlere drittel ohne schulden kein mithalten möglich und hier wissen schon die meisten ,daß hollande erfolglos bleibt.

    das obere drittel in unserem land ,hat sich auf kosten der andern drittel bereichert und läßt die andern drittel weitergin zahlen für eine politik ,die gescheitert ist und europa in den ruin führt.

    das großkapital läßt seine geschmierten polkitiker als erfüllungsgehilfen tanzen

  • Wenn ich mich als Staat ständig damit beschäftige wie ich an noch mehr Geld der LEute komme, egal ob reich oder arm, dann ist etwas faul im "Hol"Lande!

    Wenn dieser Steuerwahnsinn so weitergeht, sehe ich tatsächlich Länder wie BRasilien, Südafrika und Co. im Aufwind aber nicht weil dort das Wetter besser ist, sondern weil sämtliche unserer guten und auch fleissigen LEute hierzulande EU weit die Flatter machen werden.

    Frankreich ist pleite und ich hoffe das wird bald offiziell.

  • Das hat weniger etwas mit Recht, oder Unrecht sondern vielmehr mit Sinn oder Unsinn zu tun. Ist ein zu großes Ungleichgewicht in der Verteilung des Reichtums sinnig? Langfristig gesehen, ganz sicher nicht. Es wird immer schnell vergessen wer eigentlich die Irrsinnsummen erwirtschaftet, die letztendlich nur wenigen in nicht mehr sinnvoller Größenordnung zur Verfügung stehen. Solch ein System wird früher oder später kollabieren, auf die eine, oder andere Weise.

  • Diese Idiotie hat System. Wenn das in Frankreich klappen würde, was nicht der Fall ist, hätten wir das ruckzuck auch in Deutschland.

    Sozialismus ist wachstumsfeindlich!

  • So ist das nun mal, die verwaltende Diktatur ist unbezahlbar geworden.
    Da muss jeder im Volk den Gürtel enger Schnallen!!!
    Davon ausgenommen sind unsere Systemmaden wie Politiker , Pangsionäre, Bankmanager usw. Diese Systemparasiten Schlemmern weiter bis auf den blanken Volksknochen.

    Der Fisch stinkt vom Kopf her. Schneidet das Volk diesen nicht ab, hat es das was es verdient hat, - Sklaverei in Armut !!

  • Liber ungerechte Verteilung des Wohlstandes als gerechte Verteilung der Armut.
    Mr. Hollande, arrêtez! Vous ridiculisez mon cher pays, la France!

  • Liebe Dagmar

    Kapitaleinkommen sind nicht "Leistungslos erworbenes Geld"

    Natürlich muß man dafür nicht mit der Kelle oder der Schaufel arbeiten, aber dafür setzt man sein Kapital einem Risiko aus. Die Politik tut zur Zeit alles, um dieses Risiko zu erhöhen und unkalkulierbar zu machen. Das kostet, und wer heute noch den Mut hat, sein Geld anderen anzuvertrauen, muß dafür entlohnt werden.
    Ich hoffe, wir sind uns jetzt einig.

  • Damit belohnt er dann seine Sozi-Kollegen und den Beamtenapparat. Im Kommunismus und Sozialismus gibt es nur eine Möglichkeit reich zu werden: Als Politiker!!! Deswegen wollen auch (fast) alle Politiker zu diesem System wechseln. Bestes Beispiel: Deutschland!

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