Walfangschiff stark beschädigt
Umwelt-Desaster im Polarmeer

Das im südlichen Polarmeer havarierte japanische Walfangschiff „Nisshin Maru“ ist nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace offenbar stärker beschädigt als von den japanischen Behörden angegeben.

HB WELLINGTON. Es sei der Besatzung bisher nicht gelungen, die Maschine zu starten, teilte Greenpeace mit. Zur Versorgung des Schiffes mit Elektrizität seien Leitungen von einem längsseits liegenden Walfänger und einem Versorger zur „Nisshin Maru“ gelegt worden. Ein direkter Funkkontakt mit dem Havaristen sei nicht möglich. Das Schiff habe noch immer leichte Schlagseite, hieß es.

Nachdem der vermisste japanische Seemann tot im ausgebrannten Bereich des Fabrikschiffes gefunden worden war, hatte das Greenpeace- Schiff „Esperanza“ das Hilfsangebot an die japanische Walfangflotte erneuert. Die japanischen Seeleute dürfen laut Greenpeace derzeit aber keine Schlepphilfe von der „Esperanza“ annehmen, da ihnen dies von ihrem Fischerreiministerium untersagt werde.

Gleichzeitig verschlechtere sich die Wetterlage im Unglücksgebiet. Der nächste sichere Stützpunkt sei rund 250 Seemeilen entfernt. Das Feuer an Bord des Walfängers war am frühen Donnerstagmorgen unter Deck ausgebrochen. Die Ursache ist unbekannt. Der Großteil der mehr als 120 Mann starken Besatzung war von Nachbarbooten aufgenommen worden.

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