Wandel in Nordafrika
Teurer arabischer Frühling

Unruhige Bevölkerung, scheue Investoren – die Arabellion hat neben neuen Freiheiten auch wirtschaftliche Probleme gebracht. Betroffen sind vor allem Unternehmen in der Region. Sie blicken in eine ungewisse Zukunft.
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Kairo/RiadDer Arabische Frühling hat die regionale Wirtschaft nach Einschätzungen aus der Arabischen Liga fast 60 Milliarden Euro (75 Milliarden US-Dollar) gekostet. Ein für Wirtschaftsfragen zuständiger Vertreter der Organisation, Mohammed al-Tuwaijri, sagte der saudischen Zeitung „Al-Iqtissadiya“ (Samstag), die Summe werde weiter steigen, da Investoren die Unruheregionen verließen und die Zahl der Streiks zunehme.

Gerade die Länder, in denen es Umstürze gegeben habe, seien weiterhin instabil und nicht investorenfreundlich. Massenproteste haben in der Region 2011 zum Sturz der langjährigen Machthaber in Tunesien, Ägypten und Libyen geführt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wandel in Nordafrika: Teurer arabischer Frühling"

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  • Teuer ist das, es müssen die Einsätze der Nato und die Unterstützungsgelder für die Aufständischen bezahlt werden. Dann noch die Aufbaukosten, die eigentlich die westlichen Ölkonzerne zahlen sollen für die der ganze Zirkus doch gemacht wurde.
    Wieviel Tote hat der Natoeinsatz überhaupt als Kollateralschaden verursacht? Dafür zahlen wir nur moralisch, aber die Moral ist schon lange auf der Strecke geblieben.

  • Der sog. arabische Frühling ist ein Rückschritt ins finsterste Mittelalter. Der Islam ist die größte Bedrohung für die zivilisierte Menschheit. Traurig aber wahr, dass unsere Politiker diese Realität verdrängen.
    Für Europa ist es aber besser, wenn die Menschen ihren Mittelmeerurlaub in Griechenland oder Spanien anstatt in Ägypten oder Tunesien verbringen.
    Wenn man die jüngsten Massaker an Christen in Ägypten oder Nigeria betrachtet, kann man jedem nur empfehlen, moslemische Länder zu meiden wie der Teufel das Weihwasser.
    George Bush hatte damals Recht, als er zum Kreuzzug aufrief. Ein Kreuzzug gegen den Islam ist längst überfällig!

  • Oh, welch eine Überraschung, daß diese Veränderungen Geld kosten werden.
    Als Mitarbeiter des Handelsblattes hätte man das eigentlich wissen können. Aber auch dieses Blatt hat sich doch der Kampagne aller dt. Zeitungen angeschlossen und vom schnuckeligen Schreibtisch aus die Veränderungen angefeuert.
    Welch ein elendes Geheul hat man angestimmt, als Westerwelle sich aus dem Libyeneinsatz herausgehalten hat.
    Das Medienpack war wohl sauer, weil sie damit keine so ekelhaften Kriegsberichte pinseln konnten wie die Kollegen in F oder UK.
    Auch damals hat schon keiner von den Kosten einer derartigen Aktion gesprochen - so wie man in dt. Zeitungen so gut wie nie über Geld spricht - vor allem nicht wenn es um das Geld der Steuerzahler geht.Da iost man immer ganz auf Linie Berlins.
    Meine Annahme ist ja, daß die Mehrzahl der Journalisten privat massiv verschuldet ist und schon deshalb das Thema für ekelhaft hält.
    Also ist der obige Artikel nur ein Heuchelei. Jeder der für Veränderungen geschrieben hat, hat seinen Anteil an den jetzigen Finanzproblemen.

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