Warnung an Nachbarn
Südkorea feuert Schüsse gegen Fischkutter

Mehrere nordkoreanische Fischerboote haben sich am Freitag in Gewässer vorgewagt, die Südkorea für sich beansprucht. An der umstrittenen Seegrenze kam es daraufhin zu Schüssen durch die südkoreanische Marine.
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SeoulAn der umstrittenen innerkoreanischen Seegrenze im Gelben Meer ist es erneut zu einem Zwischenfall gekommen. Die südkoreanische Marine gab am Freitag Warnschüsse ab, um mehrere nordkoreanische Fischerboote aus den von Südkorea beanspruchten Gewässern vor der Westküste des Landes zu vertreiben. Das teilte ein Offizier des Generalstabs der südkoreanischen Streitkräfte mit.

Es seien sechs Fischerboote gewesen, die nach den Schüssen wieder über die Grenzlinie nach Nordkorea zurückgekehrt seien. Nach südkoreanischen Angaben hatte es in den vergangenen Tagen wieder mehrere Fälle gegeben, in denen Fischerboote aus Nordkorea in Südkoreas Gewässer eingedrungen seien.

Nordkorea erkennt die sogenannte Nördliche Grenzlinie vor der Westküste nicht an. Diese Linie wurde zum Ende des Korea-Kriegs 1953 einseitig von einem UN-Kommando gezogen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Irgendwie kann es den nordkoreanischen Fischern nicht verdenken, dass sie es auch mal in der reichen Fischgründen jenseits der absurd gezogenen Grenzlinie versuchen. Diese Grenze wurde, so sagt man, ohne viel Überlegungen von einem amerikanischen UNO-Offizier gezogen, Und zwar so, dass die Gewässer und Inseln direkt vor den nordkoreanischen Stränden zu Südkorea gehören: Eine in der Welt einmalig absurd gezogene Seegrenze! Man stelle sich vor, das Wasser entlang der Küste von Flensburg bis Travemünde würde zu Dänemark gehören. Wie würden die deutschen Fischer und Bootseigentümer das aufnehmen?

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