Warnung vor „spektakulären Angriffen“
US-Geheimdienste sehen neue Terror-Gefahr

Am Tag nach den verheerenden Terroranschlägen von Madrid gibt es noch keine konkreten Hinweise auf die Drahtzieher. Aber egal, ob nun baskische oder islamistische Terroristen verantwortlich sind, die Anschläge von Madrid sind aus US-Sicht nur ein düsteres Vorzeichen für die Zukunft.

HB WASHINGTON. Am Montag erst warnte der Chef des Geheimdienstes CIA, George Tenet, vor neuen „spektakulären Terrorangriffen“ auf die USA oder ihre Verbündeten. Das Terrornetzwerk El Kaida sei nach wie entschlossen und in der Lage zu einem schrecklichen Anschlag wie den am 11. September 2001 in New York und Washington, betonte er vor einem Senatsausschuss.

Seit diesem „9/11“, wie der Schreckenstag vom 11. September kurz in den USA genannt wird, haben Geheimdienste und Wissenschaftler immer wieder vor neuem Terror gewarnt - bis hin zu möglichen Anschlägen mit chemischen, biologischen oder nuklearen Waffen sowie Entführungen von Riesentankern auf hoher See, die dann in westlichen Häfen in die Luft gesprengt werden könnten. Die Anschläge am „3/11“ vom Donnerstag (11. März) in Madrid sind für die US-Regierung nur Bestätigung ihrer Befürchtungen. „Die Anschläge erinnern daran, dass Terrorismus eine weltweite Gefahr ist und nicht allein Problem der USA“, schrieb die „New York Times“.

Die gefährlichste der Terrorgruppen, das Netzwerk El Kaida von Osama bin Laden, sei nach der Intervention in Afghanistan und angesichts des verstärkten Kampfes gegen den Terrorismus zwar geschwächt, meint CIA-Chef Tenet. Aber weltweit sei die radikal- islamistische Bewegung eher gestärkt. Unabhängige, nicht zentral koordinierte, sondern regional organisierte Terrorgruppen operierten - durchaus im Namen von El Kaida - gegen die USA und ihre Verbündeten, suchten verstärkt nach Ausrüstung mit Massenvernichtungswaffen.

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