Warnung vor Terroranschlägen
Australien mahnt Deutschland-Urlauber zur Vorsicht

Rund zwei Monate nach der Veröffentlichung von Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes, in denen Australientouristen auf die Gefahr terroristischer Anschläge hingewiesen wurden, hat nun die australische Regierung ihre Bürger zu Vorsicht bei Deutschlandbesuchen wegen Terrorgefahr aufgerufen.

Reuters BERLIN/SYDNEY. In einem am Donnerstag auf der Website des Außen- und Handelsministeriums veröffentlichten Reisehinweis für Deutschland (www.dfat.gov.au) werden Australier auf „das anhaltende Risiko von Terroranschlägen weltweit“ verwiesen. Daher sollten Australier in Deutschland wachsam sein. Außerdem sei es bei großen öffentlichen Versammlungen gelegentlich zu Gewalttätigkeiten gekommen. Die Regierung empfiehlt den Australiern, in Deutschland nur so viel Geld wie für den Tagesbedarf nötig bei sich zu führen und ihre Wertgegenstände gegen Diebstahl zu schützen.

In einem neben Deutschland auch für Griechenland gültigen Passus werden die Touristen aufgefordert, „wachsam in Bezug auf ihre eigene Sicherheit zu sein und Entwicklungen zu verfolgen, die ihre Sicherheit beeinflussen könnten“. Aus australischen Regierungskreisen verlautete, die neuen Reiseempfehlungen stünden in keinem Zusammenhang mit konkreten Bedrohungen in den Ländern und seien vergleichbar mit ähnlichen Hinweisen für Frankreich, Italien und Spanien.

In dem am 23. Juni veröffentlichten Hinweisen des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de) heißt es ähnlich: „Die australische Regierung geht davon aus, dass Australien ein potenzielles Ziel von terroristischen Anschlägen ist.“ Genauere Anhaltspunkte lägen allerdings noch nicht vor. Weiter wird auf Diebstähle und Autoaufbrüche insbesondere an für Touristen attraktiven Platzen verwiesen. Vom Auswärtigen Amt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Auch mit Blick auf Griechenland werden die Australier davor gewarnt, dass Demonstrationen oftmals gewalttätig seien. Außerdem seien australische Touristen wiederholt Opfer von Kleinkriminalität, aber auch Vergewaltigungen geworden. Seit den Bombenanschlägen in Bali hat die australische Regierung zahlreiche Reisewarnungen ausgesprochen. Bei den Anschlägen im vergangenen Oktober waren 202 Menschen getötet worden, darunter 88 Australier.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%