Warnung vor weiteren Anschlägen im Irak
Rumsfeld: "Vor Irak-Wahlen werden Anschläge forciert"

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat die US-Soldaten im Irak vor weiteren tödlichen Anschlägen vor den im Januar geplanten Wahlen in dem Land gewarnt.

HB WASHINGTON/BAGDAD. „Es gibt keinen Zweifel, dass die Anschläge in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt werden, und vielleicht werden sie sogar vor den Wahlen forciert“, sagte Rumsfeld am Donnerstag in Washington. Für die rund 138 000 US-Soldaten im Irak war der Monat November einer der opferreichsten seit Beginn des Krieges im März vergangenen Jahres. In den vergangenen dreieinhalb Wochen wurden nach US-Angaben 109 amerikanische Soldaten getötet, davon allein 50 während der Offensive in Falludscha. Lediglich im vergangenen April waren noch mehr US-Soldaten in einem Monat im Irak getötet worden.

Auf einer islamistischen Internetseite bekannte sich am Donnerstag die Gruppe des Al-Kaida-Verbündeten Abu Mussab al-Sarkaui zu den tödlichen Schüssen auf einen Mitarbeiter des US-Außenministeriums am Vortag in Bagdad. Unbekannte hatten das nach US-Angaben in der Nähe des Regierungsgebäudes das Feuer auf einen Auto mit dem Berater des irakischen Bildungsministeriums eröffnet. „Ein Held der Al-Kaida-Gruppe konnte in Bagdad einen der amerikanischen Parasiten umbringen, der für das Bildungsministerium gearbeitet hat“, hieß es in einer Erklärung der Al-Kaida-Gruppe „Heiliger Krieg im Irak“. Al-Sarkauis Gruppe wird für zahlreiche Anschläge und die Ermordung ausländischer Geiseln im Irak verantwortlich gemacht.

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