Warnung vor Zahlungsunfähigkeit Zypern erhöht Druck auf Euro-Retter

Zypern hofft auf Finanzhilfen von bis zu 300 Millionen Euro. Ansonsten droht dem Euro-Mitglied laut eigener Darstellung die Zahlungsunfähigkeit. Regierungsmitarbeiter sollen offenbar im Dezember auf Geld verzichten.
Update: 17.12.2012 - 19:50 Uhr 15 Kommentare
In Zypern gab es immer wieder Proteste aufgrund der Krise. Quelle: dapd

In Zypern gab es immer wieder Proteste aufgrund der Krise.

(Foto: dapd)

NikosiaOhne eine zügige Zusage über internationale Finanzhilfen droht dem Euro-Mitglied Zypern nach eigener Darstellung noch in diesem Jahr die Zahlungsunfähigkeit. Sollte das Land nicht „in den kommenden Tagen“ 250 bis 300 Millionen Euro erhalten, könne die Regierung unmittelbar anstehende Schuldrückzahlungen nicht leisten, sagte Christos Patsalides, ein Verantwortlicher des Finanzministeriums, am Montag vor dem Parlament in Nikosia.

Die Regierung hat laut Staatssekretär Patsalides keinen Plan B für den Fall, dass die derzeitigen Verhandlungen mit der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) scheitern. Insgesamt liege der unmittelbare Finanzbedarf bei 420 Millionen Euro. Allerdings sei es Zypern gelungen, 170 Millionen Euro aus Quellen von „außerhalb“ einzusammeln, sagte Patsalides.

Ende November hatte Finanzminister Vassos Shiarly erklärt, Zypern benötige 17 Milliarden Euro über eine Vierjahresperiode bis einschließlich 2016. Die Summe entspricht fast dem Bruttoinlandsprodukt des Mittelmeerlandes. Derzeit untersucht die Troika den Hilfsantrag Zyperns, der am 21. Januar der Euro-Gruppe vorgelegt werden soll. Selbst bei einem positivem Bescheid würde es allerdings noch Wochen dauern, bis das Geld Nikosia erreicht.

Derweil geht dem Land nach Angaben aus dem Finanzministerium das Geld für die Löhne der Regierungsangestellten aus. Die Mitarbeiter müssten möglicherweise in diesem Monat auf ihr Gehalt verzichten, sagte Patsalides. Er rief Staatsunternehmen dazu auf, der Regierung rund 250 Millionen Euro aus ihren Pensionsfonds zu leihen.

Ohne das Darlehen wäre die Kreditwürdigkeit des Landes demnach durch einen „punktuellen Zahlungsausfall“ gefährdet. Mithilfe des Geldes könne die Regierung die Gehälter bis Ende Februar weiter zahlen, sagte er.

 
  • afp
  • dapd
Startseite

Mehr zu: Warnung vor Zahlungsunfähigkeit - Zypern erhöht Druck auf Euro-Retter

15 Kommentare zu "Warnung vor Zahlungsunfähigkeit: Zypern erhöht Druck auf Euro-Retter"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Rechner

    Sie haben es nicht verstanden. Etwas "Illegales" wird nicht legal, wenn irgendwelche Politiker in Brüssel beschließen "so, das machen wir". Wenn Schäuble Steuergeld nach Griechenland oder Zypern schickt, dann ist und bleibt es illegal. Es ist eine Straftat (Veruntreuung von Steuergeld). Mag ja sein, dass der Eurofanatiker Schäuble so den Euro retten will, aber es ist und bleibt eine illegale Tat. Eine Straftat.

    Mit "alles was ich für richtig halte(mag) ist legal" kommen eben sie NICHT durch.

    Mitterweile verhält sich auch das Bundesverfassungsgericht wie die "drei Affen". Das ändert den Tatbestand aber nicht.

  • Wir retten alle!
    ===============
    Dafür arbeiten wir auch gerne bis 150.
    150-jährige griechische und zypriotische Rentner erhalten dann noch ihre Pension/Rente und "scheinblinde" Taxifahrer fahren uns ins Hotel.
    Und wir sollten auch Somalia, Uganda und Nord Korea in die EU und den TEuro aufnahmen; sie haben es verdient!

  • Wir müssen russisches Schwarzgeld retten
    ===================================
    koste es, was es wolle!
    Zypern benötigt "nur" 17,5Mrd€? Darf's auch doppelt so viel sein? Wir - die EU, und insbesonders Deutschland - geben doch gerne! Wir können/wollen doch nicht zulassen, daß die "Steueroase Zypern" ausdrocknet und die Russenmafia etwa Geld verliert; das geht doch nicht!
    Wie schon bei Griechenland, hat das ZK der EUdSSR beschlossen, daß das Geld nach Zypern fließt, und zwar OHNE Bedingungen der "man in black"!
    Dafür arbeiten wir dann gerne bis 80 und lassen unsere Schulen, Kitas,Straßen,Infrastruktur, etc. verfallen.
    Denn Zypern ist SYSTEMRELEVANT! Und die Retung Zyperns ist ALTERNATIVLOS! Denn "scheitert der TEuro, dann scheitert TEuropa! Und wenn TEuropa scheitert, dann droht KRIEG!
    Und das wird das Merkel - sie ist die "beliebteste Politikerin" des ClubMed - niemals zulassen.

  • RAUSSCHMEISSEN!! Rausschmeißen! Rausschmeissen! Rausschmeißen! Raus mit den Verbrecherstaaten aus dem Euro! Schluss mit der organisierten Kriminalität!

    Macht endlich Schluss mit dem Euro! Es ist ganz klar ein Projekt der Mafia! Meine Steuergelder sind nicht dazu da, um russische Schwarzgelder zu retten! Es reicht! Der Widerstandsfall des GG gegen unsere Verbrecher-Unterstützungs-Regierung ist längst eingetreten!

  • Und immer wieder grüßt der illegale 'Rainer_J' mit seinen illegalen Kommentaren, in denen alles was er nicht mag illegal ist.

    ...

    Funktioniert fast schon so zuverläßig wie die automatischen Kommentare eines 'karstenberwanger'. :)))

    ...

    Jungs, ick hab' Eure Nummer.

  • Die Wut auf unsere Regierung steigt bei mir jeden Tag mehr.
    Wann fordern unsere klammen Gemeinden und Bundesländer keineendlich Hilfe aus dem Rettungsfonds an?
    Willi Westerholt

  • Warum kommen unsere Politikerpfeifen nicht auf die gleiche Idee, zu erklären, daß wir nicht nur selbst nichts mehr haben, sondern selbst Hilfe benötigen! Die BRD sei ausgelutscht und etliche Hungern hier sogar, was tatsächlich stimmt. In dem Kasperlespiel muß man doch locker mitspielen können. Alles lügt, daß sich die Balken biegen und unsere einseitig gebildeten Vorturner wollen das Himmelreich auf Erden vorexerzieren. Wie kann man nur so dämlich sein. Kein Wunder, daß die BRD immer Tabellenletzter ist und bald in die 2. Kreisklasse absteigt. Man schaue sich nur die vollgefressenen Körper dieser Duckmäuser an.

  • Früher hätte man Druck auf den Schuldner ausgeübt.
    Aber heute werden ja Täter auf Kosten der Steuerzahler verhätschelt und die Opfer verhöhnt.

  • Nach Zypern ist Portugal dran, nach Portugal kommen die Spanier, dann sind wieder die Griechen dran, dann die Italiener, dann brauchen die Ungarn Geld, dann die Balten, dann kommen die Italiener wieder, dann sind die Franzosen soweit, dann sind die Britten kurz vor Kollaps und brauchen Hilfe, dann kommen die Slovenen, dann wackelt Deutschland kurzfristig, dann ist Zypert wieder dran, dann kommen die Rumänen, dann...dann...dann...

    Vielleicht rettet uns alle demnächst der Maya-Kalender..?!!

  • Wie im Fall Griechenland.

    Spart ein Land mehr und macht viele Reformen, dann bekommt es weniger illegales Hilfsgeld. Spart ein Land nicht und macht auch keine Reformen, dann bekommt es viel mehr illegales Hilfsgeld.

    Es ist der politische Wille der Euroreligion, dass niemand den Euro verläßt. Egal was es kostet.

    Deshalb wird auch kein Land Reformen durchführen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%