Warum der Fischerring zerstört wird
Was Sie noch nicht über Papst-Rücktritt wussten

Der Rücktritt eines Papstes stellt den Vatikan und die ganze katholische Kirche vor zahlreiche protokollarische Fragen. Viele sind noch ungelöst, doch der Papst-Sprecher Lombardi löst immerhin schon einige der Rätsel.
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Federico Lombardi, der Pressesprecher des Vatikans, ist der Mann der Stunde. Seit 24 Stunden beantwortet der Pater geduldig jedem Journalisten, was immer dieser zum Rücktritt von Benedikt XVI. wissen will. Im Pressesaal des Vatikans, im Radio und gestern Abend auch in der meistgesehen Talkshow in Italien, „Porta a porta“ auf RAI Uno.

Lombardi ist gelassen, ausführlich, nicht genervt, trotzdem präzise. Er schafft es sogar, die gelegentlich allzu dummen Fragen der Journalisten mit Ironie zu beantworten – wie etwa die einer spanischen Korrespondentin, ob Benedikt nach seinem Tod ein Staatsbegräbnis bekommt.

Lombardis gelassene Antwort: „Das ist heute wirklich nicht die Frage.“ Selbst religionsferne Kollegen zollten ihm höchstes Lob: „Ein äußerst professioneller Journalist“.

In seiner täglichen Pressekonferenz gab Lombardi am Dienstag weitere Details zum Rücktritt des Papstes bekannt:

Konklave: Es gibt noch kein Datum für die Einberufung des Kardinalskollegiums, das den neuen Papst wählt. Nach dem Kirchenrecht muss das Konklave zwischen 15 und 20 Tagen nach dem (normalerweise) Tod, hier Rücktritt des Papstes einberufen werden. Die Zeit läuft ab dem 28.2.

Enzyklika: Die bereits angekündigte Enzyklika zum Glauben wird nicht vor dem 28. Februar veröffentlicht, sie ist „noch nicht druckreif“. Das Dokument wird nicht als Enzyklika veröffentlicht werden.

Benedikt hatte seine vierte Enzyklika - über den Glauben - in dem von ihm ausgerufenen Jahr des Glaubens begonnen. Man werde die Überlegungen des scheidenden Papstes zum Glauben wahrscheinlich in einer anderen Form verbreiten.

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Nachfolge, Krankheit, Gänswein

Kommentare zu " Warum der Fischerring zerstört wird: Was Sie noch nicht über Papst-Rücktritt wussten"

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  • das papamobil wirst du dir nicht leisten können, ist spezialentwicklung. außerdem bekommst du in deutschland keine strassenzulassung, danke an tüv.

  • Man sollte sich dessen bewusst sein, dass Benedikt lediglich ein Übergangspapst war, der deshalb gewählt wurde, weil er die Machtstrukturen des Vatikan bestens kannte. Der nun in der Öffentlichkeit ausgebreitete Wunsch nach einem jüngeren Papst, der die Kraft zu Reformen hat, ist allzu verständlich, denn es ist an der Zeit, dass die katholische Kirche ihr Mittelalter überwindet.

  • ich glaube ja echt an die katholen
    und sie sagten immer - onanieren raubt dir den verstand, alle kraft...
    und nun hat es den papst getroffen
    geil

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