Was kostet uns die Ukraine?
Die Rechnung, bitte!

Die Ukraine steht mit dem Rücken zur Wand – nicht nur politisch, auch finanziell. Die EU und der IWF haben schnelle Hilfen zugesagt. Doch die Erfahrung zeigt: Das kann teuer werden.  
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DüsseldorfWolfgang Schäuble hält sich vorsichtshalber alle Türen offen. Die Chancen für einen ausgeglichenen Haushalt 2015 stünden gut, sagte der Bundesfinanzminister jüngst im Interview. Garantien könne er aber nicht abgeben. Schließlich „weiß heute doch niemand, wie es in der Ukraine weitergeht“.

Klar ist: Ohne Finanzhilfen steht die Ukraine vor dem Bankrott. Im Staatshaushalt klafft ein riesiges Loch. Allein 2013 war dies rund 6,5 Milliarden Euro (neun Milliarden US-Dollar) groß. Vieles spricht dafür, dass 2014 ein noch größeres Defizit anfällt. Nach Prognosen des ukrainischen Finanzministeriums wird die Wirtschaft dort dieses Jahr um drei Prozent schrumpfen – andere Ökonomen rechnen sogar mit einem Rückgang um fünf Prozent. Die Ukraine braucht dringend Geld, doch an den Finanzmärkten bekommt sie nichts. Nur Hilfen von außen können das Land vor dem Bankrott retten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Europäische Union (EU) haben bereits Unterstützung zugesagt. Doch die könnte teuer werden – auch für Deutschland.

Das zeigt ein Blick auf die auslaufenden Staatsanleihen. Bis 2016 muss die Ukraine Staatspapiere im Volumen von umgerechnet rund 16 Milliarden Euro refinanzieren. Hinzu kommen die jährlichen Haushaltsdefizite. Sie dürften in den kommenden Jahren noch höher ausfallen als die rund 6,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Berenberg-Ökonom Christian Schulz beziffert den Finanzbedarf zur Deckung der Haushaltsdefizite und zur Refinanzierung der Anleihen bis 2016 auf  48,5 Milliarden Euro. Alleine kann Kiew das nicht stemmen.

Es könnten noch weitere finanzielle Belastungen obendrauf kommen. Zum Beispiel durch höhere Gaspreise: Anfang April hat Russland den Gaspreis für die Ukraine von 194,50 auf 352 Euro erhöht. Dies trifft vor allem den ärmsten Teil der Bevölkerung. Deshalb will die ukrainische Regierung Bedürftigen durch staatliche Transferzahlungen helfen.

Berlin Economics, ein auf Osteuropa spezialisiertes Beratungsunternehmen, hält außerdem eine Beteiligung privater Gläubiger an einem Rettungspaket für denkbar. Investoren in ukrainische Staatsanleihen würden unter Umständen durch Forderungsaufschub oder -verzicht an den Kosten eines Rettungspakets beteiligt. Berlin Economics kommt in einer Studie vom März zu dem Ergebnis, dass ein Gesamtpaket von rund 19,5 Milliarden Euro (27 Milliarden US-Dollar) den Kapitalbedarf der Ukraine in den kommenden zwei Jahren decken könnte.

Kommentare zu " Was kostet uns die Ukraine?: Die Rechnung, bitte!"

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  • Zitat : Ohne Finanzhilfen steht die Ukraine vor dem Bankrott

    ja und? es sind schon andere Staaten pleite gegangen und die gibt es immer noch - wo ist das Problem?

    Ach ja - die Ukaine könnte sich dann gen Osten an Russland wenden...
    Ja und? Verflixt und zugenäht, das interessiert mich nicht. Von mir aus soll doch die Ukraine zu Russland gehen...

    Wo ist das Problem?? Was verlieren wir??

    Nix!!

    So - ein Teil unserer Rente wird da verfeuert - ein Teil unserer Beiträge zu den KVs wird da verfeuert. Unsere Straßen haben Schlaglöcher - unsere Bahnstrecken sind veraltetr - aber wir wollen der Ukraine neue Straßen und Bahnstrecken bezahlen?

    NEIN! Das Volk will das nicht!

    ES REICHT!

  • Als nächstes finanzieren wir dann die Wiedervereinigung von Nord-und Südkorea. Liegt ja auch auf der Hand, denn die Einwohner dieser Länder wissen bestimmt besseres mit ihrem eigenem Geld anzufangen.

  • Pod stolom uwidimsja

    (unterm tisch sehen wir uns wieder)

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