Was nützt die Liebe in der Politik? – Südafrika : Stammeshäuptling, Vielweiberei, wilde Lust

Was nützt die Liebe in der Politik? – Südafrika
Stammeshäuptling, Vielweiberei, wilde Lust

Südafrikas Präsident Zuma ist bekennender Polygamist – hat 21 Kinder und viele Seitensprünge hinter sich. Doch sein Lebensstil schadet ihm und seinem Amt kaum. Gibt es Kritik, dann nur leise. Teil fünf der Serie.
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KapstadtFrankreichs Präsident Francois Hollande ist bei weitem nicht der erste oder einzige Staatsmann, der sich eine Liebelei leistet. Es ist auch nicht die erste Affäre, die in der Öffentlichkeit breitgetreten wird. Und doch gehen die Nationen ganz unterschiedlich mit dem Verhalten ihrer Premiers und Präsidenten und deren Seitensprüngen und Freundinnen um. In einer täglichen, kleinen Serie erzählen unsere Korrespondenten aus China, Italien, Japan, Amerika, Südafrika, Deutschland und Japan von den Liebes-Gepflogenheiten der Politiker in ihrem Land.

Stammeshäuptling, Vielweiberei, wilde Lust – die internationale Presse überschlug sich förmlich, als vor vier Jahren bekannt wurde, dass Südafrikas Präsident Jacob Zuma ein weiteres Kind außerhalb der eigenen Familie gezeugt hatte. Besonders pikant machte die Sache damals, dass es sich bei der Mutter um Sonono Khoza handelte, die Tochter seines engen Freundes Irvin Khoza. Der ist Präsident der Orlando Pirates, einem der bekanntesten Fußballclubs im Land und leitete damals obendrein das Organisationskomitee der Fußballweltmeisterschaft 2010.


Die Liaison verblüffte viele umso mehr, als Zuma bekennender Polygamist und damals bereits mit drei Ehefrauen zusammenlebte. Doch offenbar genügt ihm dies nicht. Mit dem kleinen Mädchen, das unmittelbar vor einer weiteren Hochzeit Zumas geboren wurde, kommt der 71-jährige inzwischen auf vermutlich 21 Kinder, eheliche wie uneheliche. Doch ganz genau weiß das keiner. Und es scheint auch kaum jemanden zu stören.

In Südafrika war die Reaktion auf den Fehltritt zunächst wie üblich eher gedämpft. Vor allem in den ländlichen Gebieten hat man mit den sexuellen Eskapaden des Präsidenten kein größeres Problem, obwohl Südafrika eigentlich eine wertkonservative Gesellschaft ist. Vor allem junge schwarze Männer, so stellte sich schnell heraus, waren überwiegend stolz auf Zuma und dessen Manneskraft. (Entsprechend freuten sich viele, als er wenig später die nächste Frau in seinen Kral führte: Prinzessin Sebentile Dlamini aus Swasiland. Den Brautpreis von zehn Rindern hatte Zuma bereits im voraus entrichtet).

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Stammeshäuptling, Vielweiberei, wilde Lust

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Zuma versuchte, den Seitensprung kulturell zu erklären

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  • So ähnlich wie bei den Mormonen in USA.

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