Wegen Ebola
Liberia verschiebt erneut Senatswahl

Liberia hat zum zweiten Mal seine Senatswahl verschoben. Experten befürchten, dass sich der Ebola-Virus durch Menschenansammlungen vor Wahllokalen schneller verbreitet. Die Verschiebung verursacht enorme Kosten.
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MonroviaIn dem von der Ebola-Epidemie hart getroffenen westafrikanischen Land Liberia ist die Senatswahl ein zweites Mal verschoben worden. Eigentlich sollten bereits im Oktober Senatoren gewählt werden, was aber wegen der vielen Toten und der steigenden Zahl von Infektionen abgesagt wurde. Am (morgigen) Montag sollte die Wahl nachgeholt werden. In einer Sitzung der Wahlkommission mit Vertretern der politischen Parteien wurde der Termin aber kurzfristig auf kommenden Samstag verschoben.

Der Vorsitzende der Wahlkommission, Jerome Korkoyah, sagte der Nachrichtenagentur AP nach der Sitzung, die Verschiebung der Abstimmung in letzter Minute werden enorme Kosten verursachen, um die Information im ganzen Land bekanntzumachen.

Die Gesundheitsbehörden haben in den vergangenen Wochen von einer Stabilisierung im Kampf gegen Ebola gesprochen. An der Krankheit sind in Liberia fast 3200 Menschen gestorben. Die Sorge, dass sich das Virus durch vor Wahllokalen entstehenden Menschenansammlungen erneut schneller verbreitetet, führte zu der Verschiebung.

Es wurden auch Zweifel laut, ob unter den derzeitigen Umständen überhaupt eine Wahl abgehalten werden könne.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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