Wegen Iran-Unterstützung
US-Regierung kauft kein Öl aus Venezuela mehr

Die US-Regierung will mit Firmen nichts zu tun haben, die die iranische Atompolitik unterstützen. Deshalb bekommt der staatliche venezolanische Ölkonzern PDVSA keine US-Aufträge mehr.
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Washington/CaracasAngesichts der Geschäftsbeziehungen zum Iran haben die USA gegen den staatlichen venezolanischen Ölkonzern PDVSA Sanktionen verhängt.

Das Unternehmen werde von US-Regierungsverträgen sowie der Import- und Exportfinanzierung ausgeschlossen, teilte das Außenministerium am Dienstag in Washington mit. Dies sei ein klares Signal für Firmen in der ganzen Welt, erklärte Staatssekretär James Steinberg. Wer die iranische Energiebranche unterstütze oder helfe, die US-Sanktionen zu umgehen, müsse mit ernsten Konsequenzen rechnen.

Die Auswirkungen der Sanktionen dürften sich in Grenzen halten, weil Venezuela weiterhin Öl an die USA und auf den Weltmärkten verkaufen darf. Trotz enger Handelsbeziehungen ist das Verhältnis zwischen Venezuela und den USA aber ohnehin gespannt.

Venezuela hat die US-Strafmaßnahmen gegen den staatlichen Ölkonzern PDVSA als „feindlichen Akt“ zurückgewiesen. Die venezolanische Regierung behalte sich ein angemessene Antwort auf diese „imperialistische Aggression“ vor, sagte Außenminister Nicolás Maduro am Dienstag in Caracas. Es werde bewertet, inwieweit die US-Sanktionen die Einsatzfähigkeit der Ölindustrie träfen und damit auch die Versorgung der USA mit 1,2 Millionen Barrel (ein Barrel sind 159 Liter) Öl am Tag.

Die USA-Sanktionen betreffen insgesamt sieben Unternehmen. Neben der PDVSA sind kleinere Energie- und Logistikfirmen betroffen, die verbotenerweise Benzin in den Iran geliefert hätten. Sie können künftig keine Verträge mehr mit der US-Regierung abschließen, dürften aber weiter Rohöl in die USA exportieren.

Mit dem Schritt will Washington den Druck auf den Iran erhöhen, der vom Westen verdächtigt wird, an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Die Staatsführung in Teheran bestreitet dies. Venezuela und der Iran sind verbündet.

Der linke venezolanische Staatschef Hugo Chávez unterstützte via Twitter seinen Außenminister. „Die wirkliche Wirkung der neuen Gringo-Aggression ist die Potenzierung der nationalen und patriotischen Moral Venezuelas.“

Zuvor hatte er getwittert: „Sanktionen gegen das Vaterland Bolivars? Aufgebürdet von der imperialistischen Gringo-Regierung. Nun gut: Willkommen Mr. Obama! Vergessen Sie nicht, wir sind die Söhne Bolivars (südamerikanischer Freiheitsheld Simón Bolivar).“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • wenn die Amerikaner Raketen Silos in Polen und der Tschechei aufstellen, soll das fuer die Russen akzeptabel sein?

  • alles dreht sich um Israel.

  • Dies muß im Zusammenhang damit betrachtet werden, daß Venezuela im Geheimen den Iran mit Uran beliefert und daß beide Länder gemeinsam in Norden Venezuelas Abschuss Silos für Mittelstreckenraketen bauen wollen, mit denen sowohl der Süden der USA als auch Ziele in ganz Kolumbien angegriffen werden können. Chávez baut hier eine Allianz auf, welche für die USA intolerabel ist. Und da diverse karibische Inseln, in nächster Nachbarschft von Venezuela, unter der Hoheit diverser europäischer Länder stehen, sollte auch Europa daran interessiert sein, diesem treiben ein Ende zu bereiten

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